The Pearlbreakers – Proof On The Way

Als gemütliche Feierabend-Musik beginnt das Debütalbum ‚ Proof On The Way ‚ von The Pearlbreakers aus der Ostschweiz und auch im weiteren Verlauf möchte das Quartett an diesem schönen Zustand festhalten und zeigt sich dabei erfrischend unaufdringlich. ‚ Why You Can’t Stay ‚ spaziert mit kraftvollen Schritten durch eine feine Rock’n’Pop Perle, während ‚ Always Be My Star ‚ von den zarten Klängen des Klaviers begleitet wird und gelegentlich an die Stereophonics erinnert, deren haupttragendes Merkmal ebenfalls der Gesang ist. Im Fall der Pearlbreakers genießen wir allerdings eine immerzu leicht melancholische Grundnote in der Stimme und konstant hübsche Tempo-70-Pop-Nummern, die von Chören aus dem Hintergrund begleitet werden, abwechslungsreichen Bassläufen und stets gut sitzenden Refrains.

Das Debüt wurde von Felix Müller (ehemals Bassist bei Gianna Nannini) aufgenommen und von Philipp Schweidler (Seven, Marc Sway, Caroline Chevin) gemischt. Währenddessen trudelt das gleichnamige Titelstück durch die Boxen und hier hätte man sich dann wohl doch ein bisschen mehr von den Schweizern erwartet. Denn allmählich stoßen die vier Herrschaften in Wiederholungen aus dem gelungenen Auftakt und wenn in solchen Fällen etwas für kurzfristige Ablenkung sorgen kann, dann ist es meist eine rockige Ballade. Mit ‚ In Need Of A Miracle ‚ haben wir diese dann schon an der Hand kleben und glücklicherweise haben The Pearlbreakers Ihre kleine Auszeit sinnvoll genutzt und in ‚ Whenever You Call My Name ‚ endlich ein paar griffigere Gitarren-Riffs einfließen lassen. Letzlich bleiben die restlichen Songs aber bekannte Rezepturen –  einfach in der Aussführung und doch effektiv.

6.3