Lou Hayter – Private Sunshine

Auf 10 Tracks fügt LOU HAYTER elektronische Beats und klare Gesänge nahtlos in eine glänzende Klanglandschaft ein, die sich beim ersten Hören als unwiderstehlich erweist.

Mit „Private Sunshine“ veröffentlicht Lou Hayter Ihr erstes Studioalbum seit dem Ausscheiden bei New Young Pony Club. Die Platte ist intelligent, mit subtilen Akkordfolgen, seidigen Harmonien und gut durchdachten Texten. Ihr perfektes Cover von Steely Dan’s „Time out of Mind“ wird eine Erleichterung für alle sein, die die Musikalität vergangener Tage vermissen. Diese noble und respektvolle Version des weniger bekannten Tracks beinhaltet ein großartiges Solo des Gorillaz-Gitarristen Jeff Wooton – und zeigt zugleich das große Ausmaß von Hayter’s Kontaktbuch, welches über die Jahrzehnte in der Branche gut gefüllt sein dürfte.

Vier weitere Tracks – „Cherry on Top“, „My Baby Just Cares for Me“, „Private Sunshine“ und „Telephone“ – wurden zuvor als Singles veröffentlicht. Aber obwohl die Hälfte des Albums bereits erschienen ist, sind es die neuen Songs, die hier glänzen, wobei der fünfte Track „Cold Feet“ – die erste Nicht-Single, die wir auf „Private Sunshine“ zu hören bekommen – eine sofort erfrischende Wirkung entfaltet. Es ist durchweg eine ähnliche Geschichte. Das offenherzige 80er Jahre „Still Dreaming“ ist eine unauffällige Freude, während „What’s a Girl to Do?“ einen klaren Madonna-Einfluss nicht von der Hand weisen kann.

„Pinball“ ist der Abschlusstrack des Albums und zeigt eine stimmungsvollere Seite von Lou’s Sound, die sicherlich in zukünftigen Projekten noch weiter zur Geltung kommen wird. „Private Sunshine“ steht für Reife, Klasse und guten Geschmack, mit einer gehörigen Portion Nostalgie und anstatt eine schnörkellose Hommage an ein oft nachgeahmtes Jahrzehnt zu sein, orientiert sich Hayter an den Nuancen, mit einem Gespür für die kleinen Details.

7.3