L’Épée – Diabolique

Anton Newcombe und Emmanuelle Seigner stehen als Duo hinter L’Epee. “I come from a theatre background, but I grew up loving Lou Reed, the Stooges and the Rolling Stones,” so die Worte von Seigner. “I always wanted to be in a band like this, but I started modelling at 14 and my life took a different path.” Während ihrer Filmkarriere veröffentlichte sie kommerziell erfolgreiche Popalben – mit der französischen Band Ultra Orange im Jahr 2007 und ihren eigenen Solo-Platten die Jahre darauf. Aber erst im Jahr 2016, als sie den Track „Down Underground“ der Limiñanas hörte, als sie eine Episode von Gossip Girl mit ihrer Tochter Morgane sah, wurde ihr klar, dass ihre musikalischen Ambitionen möglicherweise noch erfüllt werden könnten. 

Sie stieg in ein Flugzeug, um Limiñana und seine Frau Marie, die Schlagzeug spielt, in ihrem Studio in Cabestany in Südfrankreich zu treffen. Sie nahmen einen Song für das Album „Shadow People“ auf, bei dem Newcombe als Produzent fungierte. Das Ergebnis war so gut, dass er vorschlug, eine Band zu gründen. Wenn Seigner den Hollywood Glamour für L’Épée liefert, liefert Newcombe die Rock’n’Roll-Referenzen. Als charismatischer Anführer der Brian Jonestown Massacre’s in den 90er Jahren glänzt er noch immer als Ein-Mann-Rolling-Stones Verschnitt, während Seigner eine distanzierte Coolness hervorruft, die süß, ansteckend und nahezu mysteriös durch die Lautsprecher schwirrt.

Auf dem Album befindet sich keine verlegte Note. Die Songs könnten sich fast wie eine perfekte Zusammenstellung der 60er Jahre anfühlen, wenn nicht Seigner’s Gesang sie alle mit einem samtigen Hauch von Verführung und Distanziertheit in die Gegenwart transformieren würde. „Diabolique“ bewegt sich zwischen psychedelischem Shoegaze und Post-Beatnik-Rock mit köstlicher Delikatesse und einem Hauch Erotik. „Diabolique“ ist inspiriert und inspirierend zugleich. Wollen wir hoffen, dass dies der Anfang von etwas ganz großem ist.