James Yorkston – I Was A Cat From A Book

„Ich habe mich sehr gefreut, wieder an Songs arbeiten zu können. Wenn du ein Kind hast, legst du all deine Energie in dieses kleine Leben hinein. Trotzdem bist du kein Heiliger. Und auch negative Gefühle müssen irgendwo hin. Ich hab das nicht so geplant, aber auf dem neuen Album ist echt ein ganzer Haufen angesammelter Frust zu hören.“ Die Verarbeitung negativer Gefühle über die eigenen Songs ist nichts neues, aber im Fall von James Yorkston jedes Mal ein willkommenes Ereignis, welches man beim besten Willen nicht missen möchte. Wie bei den Aufnahmen für die vorherigen Alben, setzte er sich dafür ab – in ein kleines Studio im Norden von Wales und fand die Inspiration, „vor allem vom Throwing Muses Song “Mania”, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich das zu der Zeit auch schon so gesehen habe.” Aber unabhängig davon bleibt James Yorkston ein Mann mit einer Vision, so individuell dass man gezwungen wird, ihn entweder gänzlich zu seinen eigenen Bedingungen anzunehmen, oder Ihn ganz und gar zu meiden. ‚ The Fire & the Flames ‚ ist Herzstück des Albums und führt den Hörer zurück in das Jahr 2010, als die Tochter von Yorkston schwer erkrankte und er durch die Arbeit am neuen Werk ‚ I Was a Cat in a Book ‚ eine Möglichkeit fand, seine Gefühle aufzuschreiben und die Hilflosigkeit damit zu bekämpfen. Doch zwischen diesen dunklen Schatten finden sich auch ein paar Momente der Heiterkeit. So zum Beispiel das schöne Duett mit Jill O’Sullivan in ‚Just As Scared ‚, oder das Eröffnungsstück ‚ Catch ‚ mit seinen bittersüßen Erinnerungen an die Kindheit. Ebenfalls gelungen ist der atemlose ‚ Border Song ‚ mit dem Gefühl der Ungerechtigkeit in den Händen. ‚ I Was a Cat in a Book ‚ bietet zudem weitere Kollaborationen, wie mit Lamb und The Cinematic Orchestra. Produziert wurde es von Yorkston und Dave Wrench – und auch wenn man als Hörer nicht vollkommen darin versinken wird, bleibt diese Platte in erster Linie ein Blick auf die Emotionen und die Ehrlichkeit von James Yorkston gegenüber sich selbst. Es sind schlussendlich auch jene unbezahlbaren Qualitäten, die schlicht und ergreifend nie aus der Mode kommen werden.