Beach House – 7

Auf dem siebten Album von Beach House betreten Victoria LeGrand und Alex Scally neues Terrain, bleiben jedoch weiterhin dem epischen Dream-Pop verbunden, mit dem vor 13 Jahren ihre Karriere begann. Während sich das Duo hauptsächlich darauf konzentrierte, Songs zu basteln, die sich bei ihren Konzerten der letzten sechs Alben gut umsetzen ließen, nahmen sie nun eine experimentellere Herangehensweise an. Auf „7“ beobachten wir Multi-Instrumentalist Alex Scally, wie er seine gemächlichen Soundlandschaften malt und entdecken Sängerin Victoria Legrand schwebend über den Wolken. Beach House klingen dabei erneut so einfach und haben wieder einmal keinen schlechten Song auf dem neuen Album verstecken müssen. Aber wie jeder, der es einmal mit dem Texteschreiben versucht hat weiß: Songwriting ist alles andere als einfach und daher ist die beständige Brillanz von Beach House wirklich bemerkenswert.

Das Duo geht auf „7“ einen neuen Weg im Reich des vertrauten Dream-Pop-Sounds und markiert gelegentlich einen neuen Aspekt ihres Stils, ohne ihn jemals komplett zu verändern. Beach House arbeiteten mit Sonic Boom zusammen, was dazu führte, dass die Songs nicht überproduziert klingen. Themen rund um die Schönheit der Dunkelheit und der Empathie befüllen Songs wie „Dark Spring“ und „Lemon Glow“, dass zugleich die Band in Ihrem schrägsten Moment zeigt. „L’Inconnue“ taucht dagegen in hallende Gesänge ein und am Ende gibt es mit dem hypnotischen, siebenminütigen Abschluss „Last Ride“ noch einen Song, der von einer untypischen aber magisch anziehenden Spärlichkeit angeführt wird. Das Duo aus Baltimore nimmt all ihre kreativen Momente in sich auf und auch wenn es „nur“ wie ein weiteres Album von Beach House klingen mag, so darf man es keinesfalls als selbstverständlich abtun. Diese hohe Qualität über Jahre ist und bleibt bemerkenswert.

7.2