IAMX – Volatile Times

Die Meldung über das neues IAMX Album ‚ Volatile Times ‚ hat bereits die letzten Wochen und Monate über für freudiges Aufsehen gesorgt. Und bis dahin hat sich die Tür in diese fremdartige Welt wieder um einen kleinen Spalt geöffnet: „Es scheint einen Punkt im Leben zu geben an welchem man eine Tür öffnet und sie nie wieder schließen kann. Die Tür ist offen, ich hasse was ich sehe und ich schreibe darüber.“ So sagt IAMX’s Chef-Musikarchitekt und Schöpfer Chris Corner. Eigentlich klingen diese Worte schrecklich und selbst komme ich hoffentlich niemals an diese mysteriöse Tür. Ein wenig erinnert es mich auch gerade an die Reihe „Der dunkle Turm“ von Stephen King. Dort ging es ebenfalls in sehr zentraler Lage um Türen… Aber genug über Türen und deren Inhalte nachgedacht, lenken wir die Blicke auf das Wesentliche: ‚ Volatile Times ‚ heißt das neue Werk von IAMX und ist Industrial, Darkwave, Electroclash oder Synth-Pop. Die genaue Definition seiner Musik überlässt Mastermind Chris Corner wie immer seinem Publikum. Er ist ein bunter Vogel, beheimatet im Paradies seiner Wünsche und dementsprechend ungehalten reagiert er auf die fortlaufenden Versuche, seinen Charakter in eine farblose Schublade zu stecken. Und eben auch die neue Platte. Dabei lässt uns IAMX zu Beginn nur durch einen kleinen Spalt blicken: ‚ I Salute You Christopher ‚ scheint schüchtern und abwartend. Erst mit ‚ Music People ‚ öffnet uns Chris Corner die mächtigen Tore und gewährt Einlass. Das Gesehene wirkt brechend und auch ein wenig verängstigend. Es knurrt aus den dunklen Ecken und leise wispern die Stimmen aus dem Hintergrund. Das Album fühlt, was wir in diesen Momenten erleben. Nämlich eine gewisse Zurückhaltung. ‚ Volatile Times ‚ benötigt Zeit um die infernalischen Electro-Rock Eskapaden dem Hörer näher zu bringen. Da erfreuen sich besonders im ersten Durchgang die Stücke wie ‚ Fire And Whispers ‚ einer gewissen Beruhigung. Tanzbare Einlagen finden sich dagegen eher seltener auf der aktuellen Ausgabe und werden größtenteils durch ‚ Cold Red Light ‚ in jeglicher Hinsicht vertreten. Aber es darf bei dieser auftretenden Schönheit auch gerne mal etwas monotoner zugehen, wenn sich darüber sanfte Klanglandschaften legen, die auf Dauer gesehen nichts an unserer ungeteilten Neugier einbüßen müssen. ‚ Volatile Times ‚ ist erneut durch eine bizarres Zusammenspiel zwischen Hoffnung und Wahnsinn geprägt, dessen Ergebnis für jeden Hörer ein individuelles Geschenk am Ende der Reise parat halten wird.