Echo Lake – Era

Findet man Gefallen an Young Prisms, Dunes und Jesse Ruins, dann dürften einen auch Echo Lake aus musikalischer Sicht bestens unterhalten. Das erste Mini-Album erschien vor gut fünf Jahren und etablierte die jungen Musiker von Echo Lake schnell im dicht besiedelten Dream-Pop/Shoegaze Gewerbe. Gefestigt wurde diese Position dann zwei Jahre darauf mit Ihrem Langspieler ‚ Wild Peace ‚ und nun also stehen wir kurz vor dem Release des neuen Albums ‚ Era ‚ via No Pain in Pop (Cargo Records) und darin finden wir uns direkt im eröffnenden Stück ‚ Light Sleeper ‚ wieder, welches mit tosenden Trommelschlägen in opulenten Gesängen durch den dunstigen Pop der kommenden Minuten driftet. Echo Lake haben Ihren Sound zweifelsohne verändert, spendieren Ihren Songs mehr Spielraum, erbauen feste Mauern auf Ihrer pulsierenden Umgebung und dennoch stehen diese Veränderungen in keinem Konflikt zur gewohnt einzigartigen und immensiv tosenden Atmosphäre, welche all Ihre Arbeiten bisher prägte. Das gleichnamige Titelstück ist wie der beginnende Frühling, voller Optimismus und wärmender Klänge. Es beginnt gemächlich, doch Echo Lake steigern sich von Minute zu Minute, ziehen uns in Ihren Bann und vollziehen im zweiten Drittel einen plötzlichen Tempowechsel. ‚ Era ‚ lässt keine andere Wahl als sich ganz in der Musik ertrinken zu lassen. ‚ Sun ‚ und ‚ Waves ‚ sind unglaublich eingängig, während uns ‚ Dröm ‚ auf eine hypnotische Sieben-Minuten-Fahrt schickt. Letztlich ist ‚ Era ‚ keine Platte für Zwischendurch, sie ist auch kein liebloses Zweitwerk, sondern beneidenswerte Unterhaltung mit klarem Wiedererkennungswert.

7.5