Dropkick Murphys – Signed And Sealed In Blood

‚ The Boys Are Back ‚ heißt es so treffend im eröffnenden Stück zum neuen Album der Dropkick Murphys aus Boston. Al Barr (Gesang), Tim Brennan (Gitarre, Akkordeon, Gesang), Ken Casey (Gesang, Bass), Jeff DaRosa (Banjo, Bouzouki, Mandoline, Mundharmonika, Gesang), Matt Kelly ( Schlagzeug, Gesang), James Lynch (Gitarre, Gesang) und Scruffy Wallace (Dudelsack) lassen es einmal mehr so richtig krachen und was passt hier besser, als laut und lallend diesen eingängigen Refrain in die Nacht zu grölen. Musikalischer Frohsinn als Irish-Punk-Rock Wahnsinn. Über Ihre erste Single ‚ Rose Tattoo ‚ erzählte Ken Casey erst kürzlich dem Rolling Stone: „The lyrics and story of this song document important moments, milestones and people in my life as shown through the tattoos on my body. To do a video that also has photos and images of the band’s fans who wear our mark for life adds even more emotion and meaning to the video for us.“ Flogging Molly ist dabei natürlich auch wieder ein Thema. Die beiden Bands geben sich oberflächlich gesehen kaum etwas und einzig die etwas energischere Art der Dropkick Murphys dürfte die Anhänger spalten. Mit dem Kollektiv aus Boston lässt sich schlicht und ergreifend hemmungsloser Feiern. Man schwelgt im Gegenwind des Lebens, verleiht sich Standfestigkeit und stellt sich kurzerhand hinaus ins offene Meer. “Where Going Out In Style was a concept album, kind of intricate and difficult, this one is catchy, fun, and as sing-along as can be.” Äußerst gelungen ist das Ergebnis, besteht es doch durchgehend aus eingängigen Melodien, treibenen Rhythmen, vielseitigen Arrangements und kommen dabei noch so unverschämt von Herzen – man muss die neu Platte einfach gerne haben. Besonders die mehrstimmigen Chörgesänge stürzen sich meist überschwänglich in lebenshungrige und optimistische Hoffnungsspender und hinterlassen bleibenden Eindruck. ‚ Signed And Sealed In Blood ‚ erscheint im Januar auf dem eigenen Label der Band Born & Bred Records und mit dem letzten Track ‚ End Of The Night ‚, den Casey so beschreibt: „the closing time, kind of loser’s anthem, about people who don’t want to go home“, endet dann schließlich auch eine tolle Platte. Bemerkt sei noch: das fünfte Stück ‚ The Season’s Upon Us ‚ ist definitiv kein Weihnachtssong, auch wenn er so klingen mag. Er handelt lediglich über eine zerüttete Famlie. Versprochen.