Caged Animals – In The Land Of Giants

Themen wie Familie, Glaube und Hoffnung sind die zentralen Themen auf dem neuen Album ‚ In The Land Of Giants ‚ von Caged Animals – das ist vorallem Songwriter und Sänger Vincent Cacchione, der musikalisch von Magali Charron, Talya Cacchione und Pat Curry unterstützt wird. ‚ Cindy + Me ‚ beginnt mit einem Akkordeon zu Funk-Synths, die manche wohl auch noch von Raymond Scott’s Klassiker ‚ Cindy Electronium ‚ aus dem Jahr 1959 kennen. Es ist ein dunkles und verdrehtes Liebeslied mit Texten wie:  „It’s a dark and twisted love song with lyrics like, “We took our time and planned it out/ We stuck a gun in daddy’s mouth/ Cindy, Cindy/ Before he had the chance to scream/ The match, the flame, the gasoline.” Das folgende Stück ‚ The Sound Of Thunder ‚ wird von springenden Gitarren-Licks getrieben, während die aukeimende Ekstase an Vampire Weekend erinnert. Es ähnelt auch ein bisschen dem 80er New Age Rock, doch zusammen mit den modernen Verzwirbelungen bleiben die Caged Animals zwar in der Gegenwart, aber leider wirkt das darin befindliche Gefasel am Ende viel zu kitschig um flächendeckend zu überzeugen.

Gleiches gilt auch für das Kaugummi-artige ‚ The Mute + The Mindreader ‚ mit seinem überzuckerten Glockenspiel, während ‚ Tiny Sounds ‚ zumindest hält, was es im Titel verspricht. Zarte Schichten, gurgelnde Gesänge und aufblitzende Experimente rücken den Schwerpunkt von den Caged Animals in den Vordergrund. ‚ We’re Playing With Fire ‚ ist ein wunderschön schwelgendes Stück geworden und bei ‚ Psychic Lasso ‚ hören wir kurz darauf unerwartetes. Eine Erzählung über die Beziehung zwischen zwei Männern, das gleichnamige Titelstück schickt den Hörer dann auf die Erkundung zu den eigenen Scheinwelten der Phantasie und eigentlich ist es eine Schande, dass der Track erst so spät auftaucht. Dieser zeigt nämlich besonders gut das Zusammenspiel zwischen experimenteller Elektronica und die unbestreitbare Vorliebe für das Lyrische und Emotionale des Pop. ‚ What You’re Looking For ‚ schließt die Reise der spirituellen Träumerei mit einem Klick auf die Maustaste unter dem surrenden und lebensbejahenden Versprechen: „It takes a long time / maybe your whole life / but you’ll find what you’re looking for”.

“This is the most spiritual record I’ve made. It necessitated a huge shift in my worldview and a concentrated effort to distill all of my strengths into a focused idea.  For me, this album was about making something emotional, direct and human within the context of computer-made, electronic music“, so Vincent. ‚ In The Land Of Giants ‚ ist schlussendlich nicht auf ganzer Linie überzeugend, aber dafür verspüren wir das beständige Gefühl der Hoffnung in frischen musikalischen Perspektiven und einem faszinierenden Gesang der uns noch auf vielen Reisen begleiten wird.