Baskery – New Friends

Das musikalische Trio, bestehend aus den Geschwistern Sunniva, Greta und Stelle Bondess haucht eine frische Brise durch den brausenden Norden. Baskery stammen aus Stockholm und überzeugten bereits im letzten Jahr mit Ihren fesselnden Perfomances. Das hat wohl auch das Label von Mando Diao erkannt und die Band kurzerhand für das kürzliche Konzert in Berlin ins Vorprogramm gestellt. Baskery sind bei Blue Rose Records unterkommen und mischen das traditionell sehr männerdominante Programm mächtig auf. Mit ‚ New Friends ‚ veröffentlichen die Mädels die zweite Studioplatte und zeigen uns darauf ein ansprechendes Paket von stilistischen Ausschweifungen, die neben dem gewohnten Blick zu Americana, für unterhaltsame Abwechslung sorgen. Es beginnt ‚ Shame & Dance ‚ und sein charismatisches Banjo. Kurz darauf setzt sich der auftürmende Akustik-Bass in Szene und am Ende tritt auch die jüngste im Bunde in das strahlende Scheinwerferlicht. Sie gibt in Sachen Gesang und Songwriting eindeutig den Ton an. Daneben spielt Sie gern und viel auf der Rhythmus Gitarre, E-Gitarre und auch das Cello findet seine verdienten Momente der Aufmerkamskeit. Highlight auf ‚ New Friends ‚ dürfte der zweite Track ‚ Nobody Nice ‚ sein. Denn hier übertreffen sich Baskery selbst: ein bestechender Rhythmus gleitet zielstrebig vom Bass getragenen, durch eine anschmiegsame und auch fauchende Rockabilly-Note. Dazu dreistimmige Vocals, während ‚ The Queens & Drone ‚ einen schönen Kontrastpunkt setzen kann. Das Licht wird gedämmt, die Straßenlaternen erhellen langsam die kühle Luft und im Stile elektrischer Memphis-Gitarren wandern wir anschließend durch das sehr persönliche Stück von Greta. Und wollen Songs einmal nicht so ganz überzeugen, wie das wegsuchende ‚ Rivers Of Home ‚ oder das dahin plätschernde ‚ Rotten/Boys ‚, bleibt noch immer die bezaubernde Stimme von Sunniva. ‚ Beat UpThe Blues ‚ rockt mit starkem Einsatz der Gitarren an einem unwiderstehlichen Chorus vorbei – der besonders auch im weiteren Verlauf gerne viele weitere Male besucht werden möchte. Schön sind ebenfalls die dezenten und äußerst eingängigen Pfeifeinlagen im Stück ‚ Mortal ‚ und in ‚ Throw Me A Bone ‚ drapiert in dynamischer Manier ein einziger Riff die ansonsten kargen Landschaften. Insgesamt ist ‚ New Friends ‚ eine verführerische und heiße Angelegenheit. Die Auswahl der Instrumente ist üppig ausgefallen, die Wechsel im Tempo halten die Spannung über exakte 47 Minuten und schlussendlich zeigt das gesamte Werk die starke Ausstrahlung einer großen Platte, die Stil und Klasse beweist.