Architects – For Those That Wish To Exist

FOR THOSE THAT WISH TO EXIST ist lebendig, kräftig und verwendet eine breitere Palette und hellere Farben als wir es jemals zuvor von den ARCHITECTS hören durften.

“This album was me looking at our inability to change to a way of life that would sustain the human race and save the planet”, erklärt der Schlagzeuger und Songwriter Dan Searle der Architects. Es ist eine Platte, die die Leute nicht einfach auffordert, nicht mehr mit den Fingern zu zeigen, sondern verlangt, dass sie sich selbst in die Augen schauen und ihr eigenes Verhalten überdenken. „Do You Dream of Armageddon“ eröffnet die Platte mit dramatischen Instrumenten, die zu einem Filmsoundtrack passen – aber anstatt das Bild einer fiktiven Dystopie zu erstellen, betont es die dystopische Natur unserer gegenwärtigen Realität. Sam Carter’s gruseliger Gesang erhöht dies, als er mit resignierter Verzweiflung fragt: “When will we ever learn our lesson?”

Eines der bemerkenswertesten und beeindruckendsten Elemente dieser Platte ist Carter’s klarer Gesang, insbesondere bei „Flight Without Feathers“ – einem atemlosen, emotionalen Moment, umgeben von eindringlichen, traumhaften Synthesizern – und „Dead Butterflies“, einer schönen Klage darüber, wie schwierig es ist sich selbst zu kennen und zufrieden zu leben. Er singt „I just wanna live and die in peace“, und wiederholt Tom Searle’s Worte zu „Memento Mori“ aus dem Jahr 2016 – ein einfacher Wunsch, der sich, wie der Song uns zeigt, niemals einfach erfüllt wird.

Gibt es hier und da ein paar schwächere Momente? Sicher. „Animals“ ist mit ein paar zu vielen klischeehaften Texten beladen und „Demi God“ fällt flach zur Seite weg, aber der Rest der Platte überwiegt bei weitem mit erhabenen Melodien und beweist, dass diese Jungs ihren Sound erfolgreich variieren können.

7.0