…And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Tao Of The Dead

Zu …And You Will Know Us by the Trail of Dead hat wohl jeder etwas zu sagen. Jeder kam in den letzten 17 Jahren mindestens einmal in Kontakt mit der Musik und sei es über Umwege. Bei uns war das Stück ‚ Will You Smile Again For Me ‚ aus dem Jahr 2007 der entscheidende Antrieb, sich näher mit dieser Band aus Texas zu beschäftigen. Seitdem sind zwei neue Platten entstanden, bei der besonders ‚ The Century Of Self ‚ vor zwei Jahren mächtig eingeschlagen hat. Lieder von epischem Ausmaß umspielten unsere Aura, schritten erhaben durch dunkle Gemäuer und verkündeten Stolz Ihre Prog-Rock-Ambitionen. Eine Mischung aus keltisch-angehauchten Saiten und einem perfekten Beispiel in ‚ The Far Pavilions ‚ für das Gespür roh klingender Sounds. Insgesamt haben …Trail Of Dead sieben Alben veröffentlicht und schaffen es förmlich immer wieder, den mächtigen Erfolg der letzten Platte in den Schatten zu stellen. Dieses Mal erfahren wir die Abgründe melodischer Zerziedelungen, kryptischer Überlegungen über Leben und Tod und einen perfekt konzeptionellen Entwurf mit allen Facetten des menschlichen Wesens.

‚ Tao Of The Dead ‚ wurde dabei in zwei Teile gespalten: Teil 1 beschäftigt sich mit einer 35-minütigen Odyssee durch tobende Schlachten, jubelnde Sieger, kriegerisches Dröhnen und einer explosiven Fortschreitung in Richtung exzellentes Album. Die Abhandlung erfolgt hier über 11 Kapitel, während im zweiten Teil 5 Bewegungen über 16 Minuten abgehandelt werden. Erfreuen wir uns in ‚ Introduction: „Let’s Experiment“ ‚ noch an dem überschäumenden Soundgeschwader, zersprengen …Trail Of Dead im nächsten Stück ‚ Pure Radio Cosplay ‚ ungehindert sämtliche vorausgegangene Kritik. Die Texaner werden, und damit sollten sich Negativisten abfinden, keine Fehler und keine angreifbaren Punkte offenlegen. Doch für alle Liebhaber der krachenden Drums sei gesagt, auch bei ‚ Tao Of The Dead ‚ muss auf zweiseitige Beschallung nicht verzichtet werden. Natürlich gelangen im aktuellen Werk wieder viel Einflüsse auf den Sound der Band, Led Zeppelin, die frühen Rush oder selbst Kraftwerk lenken die musikalischen Bahnen und mischen sich unter brennende Feuerstürme. Bis zum letzten Stück ‚ The Fairlight Pendant ‚ beweist die Band viel Fingerspitzengefühl und steuert sich geschickt durch sämtliche Nebenhandlungen.

Ist das Ende der regulären Platte erreicht, beginnt der zweite Teil mit dem Zusatz  ‚ Tao of the Dead Part II: Strange News From Another Planet ‚ und seinen fünf Abhandlungen, dabei steht jeder Punkt für einen stilistischen Wechsel, eine Steigerung und Erhöhung mit aufbauenden Rhythmen. Es beginnt geradlinig mit melodiösen Gesang, verschleiert im Zwischenteil rasselnde Strophen mit verschiedenen Variationen musikalischer Künste und entlädt sich gegen Ende in einen treibenden Strudel aus tiefen Gitarren und krachenden Drums. Sozusagen der Höhepunkt auf ‚ Tao Of The Dead ‚ und eigenständiger Part mit erheblichen Potential, dessen Qualitäten mit Sicherheit jedem in Erinnerung bleiben werden.