Pixx – Small Mercies

Pixx beweist sich auf dem zweiten Album „Small Mercies“ als eine junge aufstrebende Künstlerin, die sich nicht auf dem Erfolg Ihres Debüts ausruht. Stattdessen nutzt Rodgers das Debüt als Maßstab, um die neuen Songs nochmals zu vertiefen. Während sie in einem kleinen Schiff inmitten des rauen Ozeans in der Welt von „Age of Anxiety“ die Segel aufzog, findet „Small Mercies“ seinen Anker in der Überprüfung persönlicher Werte. Von Track zu Track kämpft Rodgers um Gerechtigkeit, egal ob es sich um ihre Beziehung zu Männern, Gott oder sogar zur Erde handelt. Auf dem Weg wirft sie einiges in ihre Überzeugungen, setzt sich mit aktuellen sozialen Problemen auseinander und spricht direkter und unverminderter, als noch zu Zeiten des Debüts.

„Small Mercies“ ist ein Klagelied über Geschlechterpolitik und wird mit dem eröffnenden Stück „Andean Condor“ zum Leben erweckt. Es weht ein Hauch der 80er Jahre über Hannah Rodgers zweites Album und ist damit ein Werk voller rückschreitender Synthesizer und Wonky-Pop-Rhythmen, die sich von den elektronischen Klängen auf „The Age of Anxiety“ abheben. Während der neue Wave-Pop von „Peanuts Grow Underground“ einen glänzenden Schimmer verströmt, taucht Rodgers immer tiefer in ein Spektrum lebendiger Klänge ein, das alles vom pochenden Elektro in „Funsize“ bis zum trillernden „Duck Out“ umfasst.

 

Bei all dem Nervenkitzel, den „Small Mercies“ anzubieten hatte, ist es hier Hannah Rodgers’ Verletzlichkeit und unruhige Suche nach Trost in sich selbst, die das neue Werk maßgeblich antreiben.