Tyrannosaurus Dead – Flying Ant Day

Seit Anfang dieser Woche weiß ich wieder ganz genau, was ich will: Lo-Fi! Und diesen besorgt man sich derzeit am Besten über das Debütalbum ‚ Flying Ant Day ‚ von Tyrannosaurus Dead. Sie sind möglicherweise eine der interessantesten und spannendsten Bands derzeit. Während die Summe Ihrer Instrumente zunächst als Standard erscheinen (Gitarre, Gesang, Bass und Schlagzeug), ist Ihre daraus resultierende Arbeit alles Andere als gewöhnlich. Sie kommen aus London und haben in der dortigen Szene eine Nische in den kantigen Lo-Fi Felsen geschlagen. Und eines der wichtigsten Elemente wird relativ schnell erfasst: es ist die anhaltende Schärfe in Billy Lowe’s Songwriting.  Ob er Wut, Leidenschaft, Traurigkeit oder jede andere Form der Angst nach außen transportiert, was bis zu unseren Gehörgängen durchdringt ist die reine Unbekümmertheit. Besonders faszinierend wirken die Texte allerdings erst durch das gemeinsame Zusammenspiel mit Co-Sängerin Eleanor Rudge.

Rudge Stimme verstärkt seine Worte mit einer überzeugenden Nüchternheit, insbesondere in den beiden Tracks ‚ Post Holiday Dead Song ‚ und ‚ Local Bullies ‚. Letzteres ist eines der Highlights des Albums, “our parents can stay the fuck away”. Indie-Pop vom Feinsten und erinnert ein bischen an die frühen Los Campesinos!. ‚ Graphic Wieners ‚ ist ein weiteres Beispiel eines gefestigten Indie Tracks mit seiner wirklich optimistischen Stimmung und dem angenehmen Pop-Punk-Einfluss. ‚ Flying Ant Day ‚ ist ein voller Erfolg, sowohl im Rahmen eines Debüts wie auch als Blauplause für jedes lärmende Lo-Fi Album. Dies ist eine erstaunliches Werk und man kann es eigentlich kaum noch erwarten, bis man Tyrannosaurus Dead auch hoffentlich bald in Deutschland live erleben darf.

7.2