The Wants – Container

Bei ihrem Debüt „Container“ kanalisieren die New Yorker The Wants ein Genre, das als dystopischer Fetisch-Club-Art-Punk bezeichnet werden könnte. Dahinter stehen freche, in Leder gekleidete Typen, die auf 12 Tracks einen dunklen, spannungsgeladenen Kanon heraufbeschwören. Wir hören einen düsteren Spritzer Interpol hier („Ape Trap“), ein Sci-Fi-Instrumental dort („Aluminium“). In gewisser Weise kann der Albumname als falsche Werbung erscheinen. Während „Container“ oberflächlich betrachtet eine Art-Pop-Platte ist, werden Elemente von Post-Punk, Synth-Pop und minimalem Techno zusammengeformt, um einen Sound mit mehreren Kanten zu erzeugen.

Der Album-Opener „Ramp“ ist eine Vorschau auf diese verspielten Kanten, da eine chaotische Kakophonie von Klängen den Eindruck erweckt, als würden sie zwischen Blechwänden schlagen. Währenddessen hat der Titeltrack mit seinem kurvenreichen Impulsen eine Depeche-Mode-Atmosphäre, die die Komplexität des Albums sehr unterstreicht. Obwohl die Platte über mehrere Jahre stückweise in diversen Studios aufgenommen wurde, hat sie einen sauberen, stromlinienförmigen Sound, der sofort ansprechend ist. Madison Velding-VanDam’s Gesänge sind schief und amüsant, aber mit einem zugrunde liegenden Schmerzgefühl versehen. Ebenso sind die Songs nervös und ziemlich knapp gehalten. 

Diese eng gewickelte Konstruktion gibt ihnen aber auch eine Energie, die ansteckend ist – und oft tanzbar. „Container“ ist ein kompaktes, prägnantes Paket mit sieben Songs, das eine Handvoll kakophonischer Instrumentalstücke und Zwischenspiele beinhaltet. Wie bei vielen der besten Debütalben klingen fast alle diese Songs so, als könnten sie Singles sein. Das Debüt von The Wants ist mutig, gewagt und unglaublich effektiv, während es geschickt mit viel Liebe zum Detail experimentiert.