The Thermals – Fuckin A

Nur ein Jahr nach Ihrem fulminanten Debüt ‚ More Parts per Million ‚ erscheint nun der Nachfolger ‚ Fuckin A ‚. Erstmal war es eine kleine Überraschung, da Hutch Harris schon jede Menge Projekte hatte aber nie mehr als ein Album damit aufnahm. Dennoch kam es dazu und ist auch gut so. Denn im Grunde wurde alles wieder so gemacht wie beim ersten Album. Der rotzige Sound, die Kürze von den Songs (im Schnitt, alle außer eins unter drei Minuten), dass aber in erster Linie daran liegt das Harris so seine liebe Not hat länger konzentriert bei der Sache zu bleiben wie er mal in einem Interview erzählte: „Ich leide unter sehr kurzen Aufmerksamkeitsspannen, es ist fast eine Behinderung. Deshalb bin ich auch ein Freund kurzer Songs. Ich mag es, wenn es mir gelingt, in kurzer Zeit alles Wesentliche zu sagen, ohne mich dabei selbst zu langweilen.“ Ja und das gelang bzw. gelingt Ihm sehr gut, wie auch die Ungeschliffenheit der Songs, vielleicht nicht mehr ganz so durchgeschossen wie noch beim Vorgänger aber was eher zum positiven beiträgt. Kann man doch nun endlich alles vom Song genießen bzw. hören ohne jede Sekunde haargenau zuhören zu müssen. Die einzige Veränderung, aber für viele die wichtigste, war der Umzug von dem Homestudio Moss Motel in einen professionellen Aufnahmeraum. Man hört dort  die Veränderungen heraus, wie die deutlich spürbare Ordnung der Songs, sowie das Gerumpel und Gezische das beseitigt wurde. Man kann sagen, es wurde nicht mehr so weit vom roten Faden entfernt gespielt. ‚ Our Trip ‚, ‚ When You´re Thrown ‚, ‚ A Stars Like Yours ‚, ‚ God And Country ‚ und wie sie alle heißen. Hier wurde ein Feuerwerk der Extra Klasse abgefeuert. Hutch Harris haut die Lyrics raus als wolle er die Band überrunden die Ihrerseits wieder das Tempo anzieht um gleich zuziehen, Hooks wo das Auge reicht, ja man wird auf der zweiten Platte der Thermals wahrlich schwindelig gespielt. Bis nach knapp 30 Minuten der letzte Riff über die Saiten geht und das einmalige Hit-an-Hit Tempo ein Ende findet.