The Soundtrack Of Our Lives – Golden Greats No1

Ich werde es niemals nie vergessen, als ich die CD ‚ Communion ‚ von Soundtrack Of Our Lives ‚ aus dem Regal nahm und von einem nebenanstehenden Heavy Metal Mann mit einem äußerst kritischen Blick bestraft wurde. Er kannte wohl die Band nicht, sah jedoch dieses schicke Paar mit Ihren lächelnden Gesichtern, den weißen Zähnen, den ebenso weißen Bademänteln und Ihren Gläsern in der Hand. Es könnte einem vor Glückseligkeit das Herz brechen. Aber abgesehen davon überzeugte mich dieses Album bisher über alle Maßen. Es fanden sich dort keine hochtrabenden oder eingehämmerte Hymnen, sondern vielmehr Songs die dem Begriff Akzeptanz eine völlig neue Bedeutung zuordnen konnten. Es wurde nach Verbindungen im Chaos gesucht, Rocksongs mit einfachen Effekten kamen daraufhin zum Vorschein, grundlegende Strukturen – simpel durch treibende Gitarren-Melodien angetrieben.

Aber da es neben dieser Platte noch vieles mehr zu entdecken gilt, bieten uns die Herrschaften von The Soundtrack Of Our Lives nun Ihre Compilation ‚ The Golden Greats No. 1 ‚ über das Label Haldern Pop an. Zugleich ist es jedoch nicht die erste Compilation der schwedischen Rocker, den diese erschien bereits im Jahr 2005. Doch um der Verwirrung ein wenig entgegen zu wirken, damals handelte es sich in erster Linie um Singles, Extended Plays, Demos und bisher unveröffentlichtes Material. Sechs Jahre später zeigen uns die Schweden nun eine umfangreiche Sammlung Ihrer größten Hits aus den letzten fünf Veröffentlichungen. Beginnend mit dem Opener ‚ Instant Repeater ’99 ‚ und dem Sprung zu Ihrem Debüt. Und hier ist es wieder: das beruhigende Gefühl der damaligen Zeit, als die Band uns das erste Mal Ihre ehrliche Zuneigung für echte Rock-Traditionen eröffnete und den Wunsch, diese Traditionen neu zu erfinden.

Weiter geht es in den folgenden Tracks durch die Diskographie, bis zu dem Song ‚ Karmageddon ‚ aus dem Jahr 2003. Ein bisher unveröffentlichtes Stück erwartet den Hörer als Liveversion mit einpreschenden Gesängen/Gitarren Hooks im Chorus. Danach verliert sich auch die chronologische Reihenfolge und präsentiert damit eine freie Sicht auf knappe 16 Jahre The Soundtrack Of Our Lives. Schlussendlich führen uns die Schweden in gewohnter Lässigkeit durch die Musik der späten 60er und frühen 70er Jahre. Die Band hinterlässt mit der Compilation ein klangliches überzeugendes Porträt, dass mich persönlich nun dazu hingerissen hat – einmal mehr die angestaubten Alben der damaligen Jahre erneut auf den Plattenteller zu legen und in Erinnerungen zu schwelgen. Zumindest bis die neue Platte ‚ Origin Vol. 2 ‚ erscheinen wird.

7.0