The Rascals – Rascalize

Dem ein oder anderen dürfte wohl Miles Kane noch ein Begriff sein. Hat er doch erst vor gar nicht allzu langer Zeit neben Alex Turner von den Arctic Monkeys am Mirko gestanden. Zusammen nannten Sie sich ‚ The Last Shadow Puppets ‚ und konnten Mitte April mit Ihrem Sixties Rock meets pompösen Orchester im Hintergrund zumindest für frischen Wind auf der so Brit Rock geplagten Insel sorgen. Aber so schnell wie er über die Landschaften dahin schwebte so rasch war es auch wieder vorbei. Nichts desto Trotz war es ein grundsolides Werk das die Beiden der Öffentlichkeit präsentieren konnten. Das hatte auch zur Folge das die übrigen Bandmitglieder von den Rascals uneingeschränkte Aufmerksamkeit von der Presse für Ihr Debüt ‚ Rascalize ‚ zugesprochen bekamen. Einerseits ein Fluch, andererseits natürlich ein Segen für kostenlose Promotion rund um den Globus. Herausgekommen ist nun eine Platte, die mit ihren zwölf Songs durchaus zu Gefallen weiß, aber schlussendlich dem Durchschnitt der derzeitigen Brit-Pop Szene nicht ganz entfliehen kann. Opener ‚ Rascalize ‚ beginnt verhaltend mit langgezogen Gitarren, die erstmal für einen unspektakulären Einstieg sorgen. ‚ Out Of Dreams ‚ weißt unverkennbare Züge mit den Songs der Last Shadow Puppets auf und beweist noch einmal das Kane damals mindestens zur Hälfte an dem Projekt beteiligt war wenn nicht mehr. Doch ebenso bemerkt man die Abwesenheit von Alex Turner der den Songs die Vorlagen für ausgereifte Songstrukturen und ausgefallene Arragementes lieferte. So haben die Rascals zwar hier und da Ihre Momente in denen sie glänzen können wie auf ‚ Freakbeat Phantom ‚ doch auf eine Gesamtlänge von knappen 38 Minuten leider zu wenig um damit wirklich die Menschen da draussen für sich gewinnen zu können. Anrechnen muss man Ihnen noch den Fleiß und die Mühen, die in jedem Song spürbar mitklingen und damit auch so manch schwachen Momenten einen kleinen Aufwind verleihen können. Vielleicht scheiterten die Rascals dann doch an Ihrem vorauseilendem Ruf das nächst große Ding von der Insel zu werden. An der Stimme hatts zumindest nicht gescheitert, denn Miles Kane sticht in dieser Ansicht von anderen Sängern heraus und bleibt als eine bleibende Erinnerung in den Köpfen der Hörer zurück. Die letzten Takte gehören schlussendlich ‚ I´ll Give You Sympathy ‚, das ebenso wie seine Vorgänger den Blutdruck nicht wirklich strapazieren wird und nach 3:25 einen ruhigen und gemächlichen Abgang hinlegt.