The Migrant – Amerika

Melancholisch, schwermütig und verträumt reichen uns die ersten Minuten in ‚ Molehills ‚ die Hand und zusammen mit Bjarke Bendtsen aus Dänemark beginnen wir die Reise durch das Album ‚ Amerika ‚. Der Name ist dabei Programm, denn nur mit einer Gitarre und einem Koffer im Gepäck, waren The Migrant geboren und veröffentlichten im Jahr 2010 Ihre Platte ‚ Travels In Lowland ‚ – ebenso verträumt, ebenso ernst und in den Gefilden der Pop Folk-Musik beheimatet. Das zweite Stück ‚ Everywhere You Go ‚ ist dagegen eine euphorische Hymne, eine Beschreibung der amerikanischen Landschaften mit zielstrebigen Schritten zum nächsten Song ‚ The Hurricane ‚.

Hier gewähren uns The Migrant eine Pause und schenken uns zugleich den Blick über die verschiedensten Soundlandschaften. Eine Trommel und Handclaps bestimmen die ersten Sekunden, danach unterstützt eine akustische Gitarre die Melodien, während ‚ 2811 California Street ‚ eine neuartige Version der Hidden Cameras sein könnte – nur das riesige, schwelgerische Harmoniegebilde lässt die Tarnung aufflliegen und hinterlässt anschließend ein wohlwollendes Gefühl der inneren Zufriedenheit. ‚ Don’t Talk ‚ und ‚ Why Two? ‚ sind betrunkene Soundexperimente geworden und mit ‚ Flight AA71 ‚ durchfliegen dann erneut und ein letztes Mal die unendlichen Weiten der amerikanischen Folk-Ebene.

The Migrant beschreiben in Ihren Songs Amerika als eher die sparsame, aber dafür unendliche Weite und bereichern diese auf sehr angenehme Art und Weise durch Ihre schönen, akustischen Melodien.

7.6