The Magic Gang – Death Of The Party

Auf ihrem zweiten Album beobachten The Magic Gang die Welt um sich herum und betreten auf einmal den Weg der psychologischen Selbsterkenntnis.

Wo zuvor The Magic Gang auf dem Debüt noch auf der optimistischen Seite einer bestimmten Situation gelandet sind, neigen sie auf Ihrem zweiten Album vermehrt zur Traurigkeit und Verwirrung. Das Saiten-assistierte „Make A Sound“ mit Moll-Akkorden, die wir selbst in der Nähe des Debüts nicht finden würden, lässt Sänger Jack Kaye an einem schwierigen Abend denken. Als er auf einer Hausparty in der Ferne einen Streit hört, singt er: “I hope it’s not my friends / ‘Cause that could fuck up a good night.” Aber es wird nicht komplett auf den Optimismus verzichtet, vielmehr schafft „Death Of The Party“ eine zufriedenstellende Balance zwischen überschwänglichen, mit Gold gesprenkelten, optimistischen Songs, wie dem beharrlich mitreißenden „Think“ und dem zuvor genannten. 

Der Titeltrack ist so etwas wie Barock-Pop. Sänger Kris Smith lässt seine angenehm luxuriöse und sanfte Stimme voll wirken und entführt uns zu einer schönen Träumerei. Dies alles markiert eine logische und willkommene natürliche Weiterentwicklung der klirrenden Indie-Anfänge der Band. Die fliegende Single „Take Back The Track“ ist ein sprudelndes, von Disco verschuldetes Juwel, das das Beste aus ihren neu entdeckten Fähigkeiten nutzt. Ebenso beginnt „I Am Sunshine“ auf vertrauten Boden, bevor es zu einem unterschwelligen, aber zutiefst befriedigendem Refrain übergeht. Manchmal, wie bei „What Have You Got To Lose“, scheint das Experimentieren auf Kosten dessen zu gehen, was sie am besten können. Die schwindelerregenden Gesänge des Tracks sind eher „interessant“ als unterhaltsam. 

Aber zum größten Teil zeigt „Death of the Party“ eine Band, die sich aktiv bemüht, zu wachsen. Dies ist ein Album, das trotz der Erkenntnis der Kehrseite mancher Dinge ein beruhigenderes – und realeres – Hören als ihr Debüt darstellt. Mit seiner Collage aus Genres und der Weigerung, modernen Trends zu folgen, bewegt sich die Band auf dem zweiten Album auf etwas sehr Zeitloses zu.