The Kills – Keep On Your Meanside

Im Anschluss an Ihre internationale Tour ging es für die Kills nach Hackney, London in die Toe Rag Studios wo auch schon die White Stripes für Ihr ‚ Elephant ‚ Album Halt gemacht haben. Diese Studios müssen wohl was magisches an sich haben wenn man sich diese kurzen Aufnahmezeiten ansieht. Ebenso wie die White Stripes brauchten auch die Kills gerade mal zwei Wochen um Ihr Debütalbum ‚ Keep On Your Mean Side ‚ fertig zu bringen. Ähnlich wie bei der EP schmeißen uns die Kills auch hier  schmutzige Garage Punk- Blues Nummern mit einem Hauch Sex um die Ohren. Die Gegenwärtigkeit sämtlicher Garage Rock Entdeckungen ist enorm hoch und sehr erträglich für Plattenfirmen. Da fallen Vergleiche mit anderen Bands natürlich auch nicht schwer. Hier wären es die White Stripes, die zwar nie als Vorbilder der beiden genannt werden, ist aber der bluesige Sound beider nicht von der Hand zu weißen.

Einzig kleiner Unterschied ist die klare Linie der Kills, die Ihren Ursprung aus dunkleren und mehr poetischen Rockeinflüssen beziehen. Auch die Velvet Undergrounds spielen eine große Rolle, besonders in dem Song ‚ Wait ‚ kommen die stampfenden Gitarrenriffs wie zu damaligen Zeiten voll zur Geltung. Ganz anders ist dagegen ‚ Fried My Little Brains ‚, das unglaublich catchig die Beats nach vorne drückt und dabei nie die Linie verliert. Herrlich einfach und eingängig gehalten bringt es auch zugleich die nötige Action auf der Platte zurück, die oftmals ein wenig auf der Strecke bleibt. Die minimalistischen Einflüsse vergangener Tage sind auch hier noch mehr als präsent, ‚ Hand ‚ präsentiert stellvertretend die Stellung in den Songs. Ganze vier Minuten werden monotone Riffs herunter gebeten ohne das wirklich etwas nennenswertes passiert. Das ist Schade denn Songs wir das dahin scheppernde ‚ Cat Claw ‚, das zu Zeiten der ‚ Black Rooster EP ‚ entstand, beweisen das die Kills auch mit deftigen Mitteln ohne Probleme umzugehen wissen. Mehr davon hätte der Platte mit Sicherheit gut getan, so bleibt es bei vielen fast-Ausbrüchen und einigen Blues Einlagen wo besonders ‚ Fuck The People ‚ gelungen ist. Das Duett zwischen Mosshart und Ihrem Gitarristen gleicht einer Bonnie und Clyde Romantik, fast so großartig wie die Royal Trux.

The Kills sind zwar nicht so erfinderisch, dramatisch oder explosiv, aber sie verstehen es diese Eigenschaften zu kombinieren in einer Form, die relativ frisch und unverwechselbar klingt. Genauso wie der Sound der keine Spur mehr von Lo-Fi vorweisen kann wie es noch zu vergangenen Zeiten der Fall war. Insgesamt schadet diese Tatsache dem Album nicht relevant, es könnte zwar mehr Staub und Schmutz vertragen aber es bleibt dennoch bemerkenswert solide. Und mit den Songs ‚ Gypsy Death And You ‚ und ‚ Hitched ‚ beweisen uns die Kills, dass die Black Rooster EP nur eine Kostprobe von dem war, was die Band imstande ist zu bieten. Bleibt nur zu hoffen das auf den späteren Alben diese Konstante noch mehr nach oben geschraubt werden kann.