The Flaming Lips – The Flaming Lips And Heady Fwends

Nach Ihrer letzten Platte im Jahr 2009 produzierten The Flaming Lips mehrere Extended Plays mit zahlreichen Künstlern wie Neon Indian, Lightning Bolt, Prefuse 73 und Yoko Ono. Vier Stücke aus diesen Aufnahmen finden sich nun auf der neuen ‚ The Flaming Lips and Heady Fwends ‚ wieder, inklusive sieben weiterer Songs, die zu verschiedenen Zeiten an unterschiedlichen Orten aufgenommen wurden. Und dabei unterstützt wurden sie unter anderem von Ke$ha, Bon Iver, Jim James von My Morning Jacket, Nick Cave und Aaron Behrens von Ghostland Observatory. ‚ You, Man? Human??? ‚ mit Nick Cave ist dann auch exakt die abgefuckte und vollkommen ausgeflippte Avantgarde-Experimental-Nummer, mit der man als Hörer seinen unendlichen Spaß haben wird.

Zugleich ist manches auch enttäuschend ausgefallen, wie zum Beispiel ‚ Ashes In The Air ‚ mit Bon Iver und auch ‚ Helping The Retarded To Know God ‚ Featuring Edward Sharpe and The Magnetic Zeros. Dagegen erstickt man förmlich unter den Schlammlawinen an Gesangseffekten im vorletzten Stück ‚ The First Time I Ever Saw Your Face ‚. So unterschiedlich die verschiedenen Künstler, so wechselhaft auch gelegentlich die Qualitäten. Ein verwässertes Ambiente mit kräftigem Psychedelic-Anwandlungen erwartet uns im Stück ‚ I’m Working At NASA On Acid ‚, welches gegen Ende in einer tosenden Lärmbeschallung sein wohlverdientes Ende findet. The Flaming Lips zeigen zudem über weite Strecken Ihre konzentrierte Wandlungsfähigkeit und auch wenn manchmal die halbherzige Frivolität durchbricht, in der Gesamtheit entpuppt sich diese Mischung als Schlüssel zum Erfolg.

Die Songs auf ‚ The Flaming Lips and Heady Fwends ‚ schwingen meist zwischen Freude und Angst – manchmal sogar innerhalb eines Musikstückes. Der Himmel fällt zu Boden und The Flaming Lips erinnern uns daran – in diesen unseren Händen nicht nur eine saure Rückblende zu umklammern.