Mozes And The Firstborn – Mozes And The Firstborn

Als Kind verbrachte der jetzige Sänger Melle Dielesen (23) von Mozes And The First Born unzählige Stunden vor dem Fernseher und schaute sich dort den Prinz von Ägypten an. Dieser erzählt die alte Geschichte von Mozes, handelt über die zehn Plagen, über den tyrannischen Pharao und die damit verbundenen Morde der Erstgeburten im Lande. Letztlich eine eher makabre Handlung, die zusammen mit den restlichen Minuten des Film einen tiefgreifenden Eindruck auf den damals noch jungen Melle hinterließen. Als Jugendlicher ist er dann von zu Hause ausgerissen und infizierte sich in Londons Nachtclubs mit dem Rock’n’Roll Virus. Zurück im heimatlichen Eindhoven, verwandelte er seine zusammengetragenen Songskizzen in so manch unbändige Garage-Pop Nummer. ‚ Bloodsucker ‚ als eröffnender Song ist der einzige Weg in die Platte und besinnt sich auf die Grundsätze der hohen Kunst: das wichtigste ist die Gitarre, die steht nämlich im Mittelpunkt und als Zuhörer kann man sich darauf blind verlassen – die Batterien dieser Gitarre werden niemals Ihr Ende erreichen. Und in einer beunruhigenden Einfachheit kreieren Mozes and the Firstborn die perfekte Balance zwischen anschwellender Musik und charmanter Lässigkeit. Muss eigentlich über ‚ I Got Skills ‚ noch irgendetwas geschrieben werden? „I got skills to make it through your doorway” singt Melle lauthals zu der watschelnden Ästhetik, während sich ‚ Seasons ‚ kurz darauf äußerst drückend, berauschend und intensiv durch die eigenen Boxen presst. Jeder liebende Garage-Rock Anhänger wird hier seine helle Freude haben. Wer dagegen im Bereich der raffiniert konstruierten Songs seine Höhepunkte erleben möchte, für den empfiehlt sich ‚ Skinny Girl ‚ mit akustischer Gitarre, die mit scheinbarer Leichtigkeit die Aufmerksamkeit des Hörers von den restlichen Songs abziehen kann. Sengender Blues folgt in ‚ Heaven ‚ und generell stimmen sich hier Mozes And The First Born schon ein bisschen auf den ruhigen Ausklang Ihres Debüts ein. Damit verliert die Platte gegen Ende deutlich an Intensität und war wohl im Nachhinein nicht unbedingt die beste Idee. Trotzdem bleibt dieses selbst betitelte Debüt ein Muss im Jahr 2013 und nicht umsonst überzeugten Mozes And The First Born sowohl das Wiener Label SILUH REOCRDS als auch die aus Los Angeles angereisten BURGER RECORDS. Auf Tour kommen sie auch: