The Chills – Scatterbrain

Insgesamt ist die breite Palette an Stilen auf SCATTERBRAIN eines der überraschendsten und hörbarsten Alben, die THE CHILLS bisher gemacht haben.

Magie und Mystik sickern aus jeder Pore von „Scatterbrain“ und bleibt dem großen Pop-Sound ihrer beiden vorherigen Alben treu. Das eröffnende Stück und Single „Monolith“ ist ein Vintage-gefiltertes Juwel, das sich anfühlt, als würde ein Geheimnis ins Ohr des Hörers geflüstert, und legt den Grundstein für „Scatterbrain“, auch um zu beweisen, dass The Chills noch immer ihrem bereits glitzernden Erbe zusätzlichen Glanz verleihen können. „Hourglass“ bewegt sich sanft von introspektiven Akustikgitarren zu eckigen Synthesizern und beruhigenden Streichern. „Caught in My Eye“ balanciert ein stattliches Klavier auf störanfälliger Elektronik und klappernden Drumcomputern und der Titeltrack ist mit Ping-Pong-Elektronik, heulenden Gitarren und Phillipps’ brodelnder Gesangsdarbietung gefüllt. Neben diesen klanglich herausfordernden Tracks gibt es auch ein paar knackige Pop Songs, die uns daran erinnern, dass dies der Typ ist, der einst „Heavenly Pop Hit“ schrieb.

Mit Texten über Weisheit und die Kraft alter Steine ​​ist es der Beginn einer weiteren wunderschönen Reise. Von „Scatterbrain“ aus wird es häufig auf dunkle und emotionale Weise persönlicher. „Dark times/nothing to say/ Black holes draining the light away“, singt Phillips auf „Hourglass“ und vermittelt uns auch im weiteren Verlauf die Themen auf eine Art und Weise, die dem Sound von The Chills über die Jahre hinweg treu geblieben ist. Schlusssong „The Walls Beyond Abandon“ ist ein Lied, um am Rande der Welt zu stehen und triumphierend dorthin zu marschieren, aber nicht ohne Schichten von Zerbrechlichkeit mit sich zu führen. „Scatterbrain“ ist also alles andere als der Status Quo. Es ist eine zusammenhängende Platte großer Themen, die zweifellos nicht nur Langzeitfans Freude bereiten, sondern auch viele neue mitreißen wird.

7.7