Story Of The Year – The Constant

Kinderchöre zu harten und dennoch eingängigen Gitarrenriffs, dazu eine austauschbare und weinerliche Stimme. Ja es wird wieder Zeit für die amerikanische Rockband Story Of The Year, die nun schon Ihr viertes Studioalbum in die Läden schmeißen. Produzent Michael Baskette lieferte wieder einmal ganze Arbeit und präsentiert ein Album ohne spürbare Ungereimtheiten. Elf Songs die unter dem Titel ‚ The Constant ‚ laufen, der die Arbeitsmoral und das Engagement für sich und die Band symbolisieren soll, wie Frontmann Dan Marsala erklärte. „Music is the constant thing in life for us. When I go to bed I think about music and when I wake up it’s the first thing on my mind. The Constant can mean anything; hopefully our band will go on forever and we want music to remain a constant thing in our lives no matter what.“ Man könnte das gesamte Album auch als „Musik für gebrochene Herzen“ beschreiben. Doch die wahre Philosophie hinter Story Of The Year ist, “If it ain’t broken, don’t fix it.” Und leider klingen nach diesem Schema auch Ihre Songs. Ein wenig angestaubt, eingerostet und an manchen Stellen undicht. Doch solange es nicht vollkommen in sich zusammengefallen ist, lassen Story Of The Year lieber alles beim Alten. Zumindest hat die Band Ihr eigenes Handwerk verfeinert. Das vierte Studioalbum ‚ The Constant ‚ hat einen Präzedenzfall zu früheren Arbeiten gesetzt, wenngleich herzlich wenig an den voluminösen Riffs und Melodien verändert wurde, zieht die Langeweile nur selten in unsere vier Wände ein. Warum das so ist, liegt wie schon die Jahr zuvor, an den Konstanten Ryan Phillips und Philip Sneed. Die beiden Gitarristen verstehen eben Ihre Arbeit und wissen, wie man einem Tempo Sänger wie Dan Marsala folgen muss. Was die Band mit ‚ The Constant ‚ dagegen versucht, gelingt zwar überwiegen gut, doch wirklich überzeugen mag das wohl kaum jemanden. Dafür wirken die Titel zu beliebig und einfallslos und einzig ‚ The Ghost Of You And I ‚ verkörpert die perfekte Darstellung von Story Of The Year. Neben diesem Stück geleitet uns die Band durch unzählige Tiefen, die mit dem radiotauglichen Opener beginnen, sich über ‚ To The Burial ‚ erheben und schließlich in eine weitere Schlucht bei der Power-Ballade ‚ Holding On To You ‚ fallen. Die Absichten sind zwar stets lobenswert, doch die Umsetzung bleibt dabei miserabel. Zum Glück erleuchten uns Story Of The Year in der zweiten Albumhälfte und setzen uns mit ‚ Ten Years Down ‚ ein unglaublich eingängiges Stück vor die Nase. Doch leider verlassen uns diese Glücksgefühle relativ schnell wieder und ziehen mit ‚ Eye For An Eye ‚ einen erschreckenden Schlussstrich unter ‚ The Constant ‚. Es bleibt einfach dabei: Die Platte ist für den Moment geschaffen, für die Party zwischendurch, aber auf keinen Fall für mehr. Somit werden Story Of The Year auch nie einen Preis für Originellität abräumen, einzig die Lautsprecher bei den Parties an die Grenzen der Belastbarkeit treiben.

7.4