Suche läuft …

STEREOPHONICS Language. Sex. Violence. Other?

2005

LANGUAGE. SEX. VIOLENCE. OTHER? zeigt uns die STEREOPHONICS sexy, wütend, hungrig, fokussiert und (im Allgemeinen) intelligent. Und, Wunder über alle Wunder, man darf dieses Mal beinahe das gesamte Album verdammt gut finden.

Erneuerte Energie und positive Bestätigung ziehen sich durch das ganze neue Album der Stereophonics. „Language. Sex. Violence. Other?“ mag vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein, doch ist es viel besser als die bisherigen Alben der Band, die von Kritikern wegen ihrer Fadheit und Mittelmäßigkeit verrissen wurden. In der begleitenden Pressemitteilung behauptet Richard Jones: “We put the spliff away for this one” wobei Kelly Jones zustimmt und hinzufügt: “This one was recorded with a lot more energy.“ Und der Frontmann mit den buschigen Augenbrauen hat Recht, es ist sicherlich viel energischer, aber ein Richtungswechsel? Nun, es ist schwer zu sagen, ob die stark auf Pro Tooling basierende Produktion als Änderung zählt. Diese Art von Manöver könnte, insbesondere angesichts der lauwarmen kritischen Aufnahme, die „You Gotta Go There To Come Back“ zuteil wurde, als ein Versuch der Stereophonics angesehen werden, sich ihren Weg ins 21. Jahrhundert zu bahnen.

Apple Music – Cookies nötig.

Versuch geglückt. Denn „Language. Sex. Violence. Other?“ ist eine exzellente moderne Rock-Platte. Dicht, intelligent, zugänglich und herausfordernd. Es gibt auch keine sanfte Lockerung. „Superman“ ist schrill und gallig. Eine Eröffnungszeile mit “You don’t know what it’s been like/Meeting someone like you” ist der Wegweiser zu hässlichen Gitarren-Slashes und einem gequälten Falsett, die wie selbstverständlich ihren Platz einnehmen und dabei einfach nur fantastisch klingen. „Doorman“ ist ein verzerrtes halbes Echo der „Phonics of Old“, bei dem Jones sich in einen schwerfälligen Türstock legt. Aber wo sie früher ihre Erzfeinde mit rotznasigem Gejammer beschimpften, macht die Band hier einen unheiligen, trashigen Lärm und lädt das titelgebende Sicherheitspersonal zu „Suck my banana/With cream“ ein. Man versuche zuzuhören, ohne das Bedürfnis zu verspüren, jemandem die Hölle heiß machen zu müssen.

Die Musik mag belebt und frisch wirken, aber textlich sind die üblichen Zutaten alle vorhanden, korrekt und unverdaulich wie eh und je. Es gibt ein Lied über einen Portier namens Doorman und einen spektakulären Moment, in dem Jones einen tadelnden Ton anschlägt und „You got your hair in a haircut“ brüllt – vermutlich im Gegensatz zu einem Rucksack oder einer Keksdose. Es gibt Bilder, die förmlich dazu auffordern, sie mit Rotstift zu unterstreichen und Fragezeichen an den Rand des CD-Booklets zu schreiben: Ein Protagonist wird verblüffenderweise als “like Jesus on an aeroplane” beschrieben. Und in der großen Tradition von „Mr. Writer“ gibt es Zeilen, die scheinbar in eine Fremdsprache und dann wieder zurück ins Englische umgewandelt wurden, indem eine dieser wackeligen Internet-Übersetzungsseiten verwendet wurde: “Don’t waste your time you can’t make back”, “Did you pick what you are told is right?”, “You wanna screwdriver too now, I hear it’s fun on“.

„Language. Sex. Violence. Other?“ ist ein besseres Album, als irgendjemand erwartet hätte. Vielleicht hat uns Kelly die ganze Zeit über mit all dieser handwerklichen Robustheit getäuscht, vielleicht war alles die Schuld von Stuart Cable, vielleicht wird 2005 eine Zeit der Wunder und vielleicht wird aus den Walisern jetzt endlich die große Band, die die Stereophonics schon immer sein wollten.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Bei einem Kauf erhält MariaStacks eine kleine Provision.

Bunte horizontale Streifen in verschiedenen Farben mit schwarzem Text oben links.

Stereophonics – Language. Sex. Violence. Other?

Jetzt bei JPC kaufen Jetzt bei Amazon kaufen
79
abstrakt
2005
Language. Sex. Violence. Other?
AW-0413-PE

Dieses Album ist innerhalb seiner Stimmung platziert und bewertet. Die folgende Auswahl zeigt Titel derselben Stimmung, die im Ranking darüber oder darunter liegen. Sie dient der Einordnung, nicht der Empfehlung.

fotografie
2026
Trying Times
AW-0409-AG
schriftbild
2022
I Love You Jennifer B
AW-0410-TZ
zeichnung
2026
U
AW-0411-CW
bühne
2025
the world I didn’t want
AW-0412-AG
collage
2019
Bring Me the Head of Jerry Garcia
AW-0414-PE
illustration
2008
Love, Lust And Other Disasters
AW-0415-KP
dramatisch
2025
Ready for Heaven
AW-0416-TZ
architektonisch
2019
For You and I
AW-0417-AG