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Mit Zither, Wind und einer warmen Spur Magie: Warum das neue Album HIRAETH von SOFIE BIRCH & ANTONINA NOWACKA eine klanggewordene Zuflucht fernab von Technik, Zeit und Alltag ist.

In einer Zeit, in der alles schneller, greller und technischer wird, schaffen Sofie Birch und Antonina Nowacka das Gegenteil: eine meditative Rückkehr zum Wesentlichen. „Hiraeth“, ihr zweites gemeinsames Album, ist kein gewöhnliches Ambient-Release – es ist ein akustisches Artefakt, das sich wie eine Erinnerung anfühlt, die man nie wirklich erlebt hat.

Was die beiden Musikerinnen in dem polnischen Dorf Sokołowsko aufnehmen, ist weit mehr als Musik: Es ist ein Dialog mit dem Wind, den Bäumen, den Stimmen in der Ferne. Nur mit einer Zither, einer klassischen Gitarre und ihren Stimmen ausgestattet, improvisieren sie draußen unter freiem Himmel – mitten im Mai. Ihre Aufnahmen auf einer alten Nagra-Tonbandmaschine fangen nicht nur Klänge ein, sondern auch Licht und Luft. Und genau das hört man.

Tracks wie “Heart of a Waterfall” oder “Love Object” sind wie Echos aus einem magischen Tal, in dem jede Note von einem Vogelruf oder einem Luftzug getragen wird. In “Comes with Sunrise” flackern analoge Synths auf – zart wie das erste Licht am Morgen. Und mit dem monumentalen “Collecting Eyes” heben Birch und Nowacka endgültig ab: ein 8-minütiges Klanggewebe aus metallischem Flirren und flüsternden Vokalen, das sich langsam entfaltet wie eine Blume bei Sonnenaufgang.

Das Albumcover, „Cerimonia“ von Azzurra Galatolo, wirkt wie ein mythisches Tor – flankiert von korinthischen Säulen, die sich in Gesichter verwandeln. Ein Weg führt ins Innere, wo Spiralen schweben und die Berge wie Wächter aufragen. Genauso fühlt sich das Album an: wie eine Einladung in eine andere Dimension. Was „Hiraeth“ so besonders macht, ist nicht nur seine fast rituelle Klangästhetik, sondern der Mut zur Reduktion, zur Langsamkeit – zur Verletzlichkeit. „We wanted to get away from screens as much as possible“, sagt Birch. Man hört es jeder Sekunde an.

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Gemälde mit klassischem Torbogen und Gebirgslandschaft, symbolisiert das spirituelle Tor des Albums Hiraeth von Sofie Birch & Antonina Nowacka.

Sofie Birch & Antonina Nowacka – Hiraeth

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Anspieltipps: Heart of a Waterfall, Love Object, Collecting Eyes

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Basierend auf Stimmung, emotionalem Profil und Klangcharakter von „Hiraeth“.

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