Reverend And The Makers – @Reverend_Makers

Manchmal haben neue Veröffentlichungen einen wirklich freudvollen Beigeschmack. Anhänger von Reverend And The Makers kennen ‚ Long Long Time ‚ aus der letzten Platte. Es war eine wohl dosierte Verabreichung zu einer gesteigerten Lust, die besonders mit dem Einsatz des Refrains unsere Hormone in einen farbengfrohen Kreisel schubste. Es war zugleich der Höhepunkt eines ansonsten etwas enttäuschenden Sommers im Jahr 2009. Auf dem neuen Werk wurde nun eine stilistische Wandlung vollzogen und dabei schreibe ich nicht nur über den Inhalt, sondern auch über den Titel, der zugleich twitter-tag ist. Ein ähnliches Prinzip verfolgte bereits Peter Broderick mit seiner aktuellen platte ‘ http://www.itstartshear.com ‘, dessen Titel auf seine offizielle Homepage deutet. Vielleicht ein neuer Trend? McLure erklärt dazu: „the songs the little situations I see living in Sheffield in 2012. Nothing seems to sum up the present and the times we live in more than the @ symbol“. Doch unabhängig davon beginnen Reverend And The Makers mit Ihrer Single ‚ Bassline ‚ äußerst druckvoll und machen in diesen drei Minuten kein Geheimnis aus Ihrer weiteren Reise. „‘the present and the times we live in“, singt McLure und fast klingt es nach Faulheit. Tatsächlich wurden leider die pseudo-politischen Texte aus den letzten Platten verbannt und mussten einer polierten und anonymen Modernisierung weichen. Im zweiten Stück ‚ Out Of The Shadows ‚ versucht sich die Gruppe an einem sommerlichen Hymne. In jedem Fall leicht bekömmlich und ausgesprochen unspektakulär. Ein Schuss Indie, ein bisschen Electro, ein klein wenig Dance und nur in den seltensten Fällen versuchen sich „The Reverend“ und seine Makers an flüchtigen Ausreißern. So zum Beispiel in der verzerrten Dub-Step Nummer ‚ Depthcharge ‚ und ‚ Noise Neighbour ‚ pumpt endlich das Adrenalin durch den gesamtenKörper und lässt einem wissen: Man ist am Leben! Ja es gab so manche Zweifel in den letzten Minuten… Schlussendlich bleibt ‚ @reverend_makers ‚ leider so viel Durchschnitt, wie Britische Pop-Musik im bekannten Überfluss zu bieten hat.