Poor Moon – Poor Moon

Poor Moon erinnern mich durch Ihre tropischen Melodien, den akustischen Kommissionierungen und den schwankten Gesängen an die Girls in Hawaii. Auf der anderen Seite ist diese wundervoll schlummernde Atmosphäre mit Ihrem Schlagwerkgalopp von The Walkmen. Man könnte auch noch die Fleet Foxes beimischen und trotzdem bleiben Poor Moon am Ende ureigene Persönlichkeiten, die mit unverrückbaren Traditionen und der Affinität zu warmen, erdigen Tönen wunderschöne Instrumentierungen zaubern. Poor Moon wurde damals von den langjährigen Freunden Christian Wargo, Casey Wescott und den beiden Brüdern Ian und Peter Murray gegründet. Im März 2012 erschien Ihre erste ‚ Illusion EP ‚ und fortan sickerten die zarten Folk-Harmonien in die Gehörgänge. Es ist der Vergleich mit den Fleet Foxes, der die unverrückbare Begründung in sich trägt: Denn Poor Moon bestehen zur Hälfte aus den Mitgliedern dieser Band mit Ihrem minimalistisch agierendes Instrumentarium, Christian Wargo und Casey Wescott, die anderen Beiden kennen sicherlich einige durch The Christmas Cards. I’ve known Christian for so long, and have loved his songwriting as long as I’ve known him,“ so Wescott. Und damit ist es auch wenig verwunderlich, dass Ihr selbstbetiteltes Debütalbum diesen unverwechselbaren Charakter in sich trägt. Verschiedene Klangfarben schmücken dicht gestrickte Harmonien, Cembalos und bundlose Saiteninstrumente ergänzen den dahinwandernden Melodienfluss. “All these interlocking parts justify and reinforce each other,” betont Wescott. “The song isn’t just chords, lyrics and a vocal melody. The arrangement is a vital part, too.” Mit einer gewissen Leichtigkeit in der Stimme singen Poor Moon dabei über schwerwiegende Thematiken, wie Tod, Sucht und Spiritualität. Es ist oftmals ein Paradox zwischen dem, wie ein Song klingt und über was die Band eigentlich singt. Das Debüt wurde von den Herrschaften selbst in Highland House, in den Fastback Studios und bei Avast! in Seattle, Washington, aufgenommen. Produziert von Jared Hankins und Bernie Grundman (Michael Jackson, Queen, Prince), bleibt dieses Werk ein Genuss mit vielen skurrilen Aspekten. Die Stücke lassen sich dabei nicht einzeln herausnehmen und erstrahlen nur als Einheit in atemberaubender Schönheit. Wie schon bei den Fleet Foxes, ist es auch hier am Ende das Wissen und die Verneigung vor den Einflüssen, die jegliche Selbstzweifel mit stolzer Brust und prachtvollen Gewändern im Keim ersticken lässt.