PISSED JEANS Hope for Men
Flach hervorgehobene soziale Dysfunktionen bestimmen HOPE FOR MEN, aber mit einem nervösen Sinn für Humor. Es ist ein starkes Statement der PISSED JEANS mit einer wirklich einzigartigen und deutlich verzerrten Identität.
Die Pissed Jeans klingen wie eine wütende Band. Die Musik ist flüchtig, aggressiv und harsch, aber es ist schwer, überhaupt viel Wut in Pissed Jeans’ unzusammenhängender Darbietung durchschnittlicher College-Radiolyrik zu finden. Musikalisch sind die Pissed Jeans erfrischend und attraktiv, eine unverzichtbare Wiederbelebung von Stilen, die die Art und Weise in Frage stellt, wie die Leute vor 30 Jahren dachten, was mit Musik gemacht werden sollte. Textlich muss sich die Band nichts beweisen und es scheint, als würden sie es in vollen Zügen genießen. Es gibt wenig greifbare Substanz, obwohl das nicht heißt, dass den geschrienen Worten kein Maß an Weisheit entnommen werden kann.
„Hope For Men“ ist gleichzeitig dumm und gleichzeitig mehr als das. Sicher, es ist ziemlich einfach – in den meisten Songs machen Bradley Fry und Randy Huth nur eine Menge Lärm auf ihren jeweiligen Instrumenten, während Matt Korvette zusammenhangslos über ihnen singt – aber es ist so großartig, dass diese Einfachheit entschuldbar ist. Bei Songs wie „I’m Turning Now“ und „Caught Licking Leather“ ist es fast unmöglich, etwas Falsches daran zu finden. „I’ve Still Got You (Ice Cream)“ ist ebenfalls ein Highlight, es klingt wie Nirvana das auf die Melvins trifft und ebenso „A Bad Wind“, ein rauer Schläger, der Pissed Jeans in ihrer zugänglichsten Form präsentiert, da man unter all dem Lärm und dem einfältigen Riffing eine Art verzerrte Melodie erkennen kann.
Diese Songs machen einfach auf ihre Art von Noise Rock, Hardcore und Punk zu viel Spaß und „Hope For Men“ besteht zum Glück nur aus solchen Songs. Dieser Sound wird nie alt und „Hope For Men“ während seiner ungefähr 40-minütigen Laufzeit auch nicht; seltsam künstlerische und ziemlich witzige Leckerbissen mit gesprochenem Wort, wie das von Rückkoppelungen geplagte „The Jogger“, tragen dazu bei, das Album abwechslungsreicher zu gestalten. Das Punkrock-Handbuch schreibt vor, dass die Pissed Jeans ein Album und ein paar Singles veröffentlichen und dann wieder als Nahrung für die Würmer verschwinden sollen.
„Hope for Men“ beweist, dass die Band am besten ist, wenn sie sich den Hardcore-Sensibilitäten widersetzt und das Lexikon erweitert, nicht nur daraus stiehlt.
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