Phantastic Ferniture – Phantastic Ferniture

Julia Jacklin war bisher mehr dafür bekannt, traurige Musik mit ihrer Gitarre zu spielen. Doch die warmen Temperaturen haben Jacklin wohl dazu angetrieben, mal etwas zu entspannen und Spaß zu haben. Und so hat die australische Singer-Songwriterin ein neues Projekt mit den Bandkollegen Elizabeth Hughes und Ryan K Brennan gegründet, um ihrem „traurigen Gitarrenspiel“ zu entkommen. Glücklicherweise ist Phantastic Ferniture viel mehr als nur ein Wegwerf-Projekt, um etwas Dampf abzulassen.

Beginnend mit dem Surf-inspirierten Intro von „Uncomfortable Teenager“, entfaltet das Album sofort positive Stimmung. Hughes und Brennan sorgen währenddessen im Hintergrund für angenehme Untermalung und lösen die Folk-Fesseln in getränkter Euphorie. Man denke dabei an die scharfen Indie-Riffs von Best Coast und an den schrägen Dream-Pop von Amber Arcade. Aber man kann das Denken auch einfach sein lassen und hört die brillante Sommer-Pop-Hymne „F***** ‚N‘ Rollin“ mit der befriedigendsten Basslinie des Sommers.

Es gibt auch einige langsamere Tracks wie „Take It Off“, aber das saftige und zentral angelegte Riff sorgt dafür, dass auch dieser Track nicht zu platt daher kommt. „Gap Year“ und „Dark Corner Dancefloor“ finden das perfekte Tempo für den Sound der Band, der mit einem Hauch von wüstenfarbenem Psych-Rock den Horizont bemalt. Diese 9 Songs fungieren als Leuchtfeuer und führen uns auf eine Reihe von Sommernachtsabenteuern.

Für mich ist „Phantastic Ferniture“ alles in allem eines meiner Lieblingsalben des Jahres 2018. Jacklin hat sich nun als auf dem Weg gemacht um Spaß zu haben, ich bin gespannt wohin sie die Reise in Zukunft noch führen wird.