Eat Lights Become Lights – Into Forever

Aah. Es ist Krautrock. So einfach kann man den Sound von Eat Lights, Become Lights zusammenfassen. Die treibende Motorik peitscht sich unaufhaltsam über die kosmischen Autobahnen des freien Denkens. Es gibt keine Tempolimits. Nur endlos nostalgische Wellen auf einer zerebralen und körperlichen Achterbahnfahrt. Es ist die Suche nach dem äußeren Rand der Galaxie. Mit einer Mischung aus traditionellen Instrumentierungen, Retro-Sounds, analoger Synthesizern und Software ist diese scheinbar emotionslose Neuverkabelung keineswegs nur ein kühles Konstrukt aus elektronischen Territorien. Eat Lights, Become Lights geben Ihren Sounds ein Herz. Allles schimmert und pulsiert. Es ist wie eine Mischung aus Kraftwerk mit Gitarren, während Factory Floor, Moon Duo und The Horrors auf der fließenden Autobahn vor malerischer Kulisse den unerbittlich progressiven Sound in glänzende und helle Töne tunken. Ihr neues Album ‚ Into Forever ‚ beginnt mit einer zischenden Eröffnung, verbreitet in unseren Körpern einen psychedelischen Nervenkitzel, die prickelnden Synth-Trommeln tummeln sich derweil in ‚ Tim Enough ‚ und ‚ Shapes And Patterns ‚, die frenetische Nut gewinnt in diesen Minuten rasant an Dynamik und sorgt für eine tiefsitzende Euphorie. Die magnetischen Schwingungen sind atemberaubend. ‚ Bounce Synth ‚ wird von einem sanft rollenden Muster aufgefangen, die glockenartigen Synthie-Sounds verbreiten authentischen Noise der 70er Jahre. ‚ Vapour Trails ‚ könnte auch der Soundtrack eines Films sein. Die Melodien wurden hier mit einem feierlichen Ambiente im akutischen Rahmen übergossen. Die traumhafte Präsenz bietet an dieser Stelle vielleicht den aufschlussreichsten Einblick in die Vielfalt des Datensatzes. ‚ Into Forever ‚ ist – um es letztlich kurz zu fassen – eine Offenbarung. Sie rechtfertigt die Verehrung für alle Ewigkeit.