Peggy Sue – Choir Of Echoes

“Choir Of Echoes is an album about singing. About losing your voice and finding it again. Voices keeping each other company and voices competing for space.” Auf ‚ Choir of Echoes ‚ haben die drei Londoner ihre Eindrücke und Ansichten aus den letzten zwei Jahren ihrer Schaffenspause in Klänge verarbeitet und sich dabei auch dem Mainstream-Bewusstsein genähert, dessen Aufmerksamkeit trotz zehnjähriger Schaffenszeit nie so wirklich durchbrechen wollte. Geändert hat sich dieser Zustand konkret im Jahr 2012, als der Live-Soundtrack zum Film Scorpio Rising von Peggy Sue veröffentlicht wurde. Als eröffnendes Stück wählte man mit ‚ Esme ‚ eine wunderschön melancholische Aufnahme, die durch Ihre herrlich aufgeschlagenen Harmonien und den träumerischen Gitarren auf sympathische Art und Weise dieses drängende Bewusstsein der Öffentlichkeit über die letzten Monate sanft befriedigt. Das Album wurde von Jimmy Robertson in den legendären Rockfield Studios, Wales produziert und John Askew zeigte sich für den Mix verantwortlich. Zwischen mehrstimmigen Gesängen bewegen wir uns im Anschluss zu ‚ Substitute ‚ und lauschen anschließend den intelligenten Verflechtungen in ‚ Figure of Eight ‚, die uns einmal mehr den klassischen Ansatz von Peggy Sue präsentieren und zugleich deutlich machen – weniger ist auch hier deutlich mehr. Es folgen zwar dann im weiteren Verlauf auch sich wiederholende Momente, doch bleibt auch dort ‚ Choir Of Echeos ‚ wohl die beste Platte des Trios aus Brighton. Besonders die beständig auftretenden Gesangsharmonien zaubern jederzeit günstige Vergleiche zu Warpaint und First Aid Kit. ‚ Idle ‚ gedeiht mit einer gebetsmühlenartigen Öffnung in konsequenter Natürlichkeit, ‚ Always Going ‚ verzückt durch makellose Harmonien und dem bestechenden Gefühl, erneut die Liebe zu den melancholischen Popsongs der 50er und 60er Jahre spürbar in den eigenen Händen zu halten. An anderer Stelle auf dem Album ist sowohl der Sound als auch die Stimmung herrlich dunkel und deutlich. ‚ Longest Day of the Year Blues ‚ schwelgt im Elend, wunderbar passend dazu die einsamen „oooh’s“ und „aaah’s“ aus dem Hintergrund und mit wohlklingenden Tönen in ‚ The Error Of Your Ways ‚ ist dann auch Schluss mit einem Album, welches den Wendepunkt im Sound von Peggy Sue makiert. Schade bleibt nur, dass ‚ Choir Of Echoes ‚ durch den relativ begrenzten Bereich der Instrumentierungen die etwas aufgeblähten 47 Minuten nicht komplett beschäftigten kann.