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Porträt von Mahalia mit Sonnenbrille vor rotem Hintergrund, geflochtene Haare, ernster Blick, aus dem Luvergirl-EP-Cover
ALBUM

Luvergirl MAHALIA

2025
MSTAX ALBUMPROFIL

Auf der Suche nach der frechen Freiheit: MAHALIA macht sich auf LUVERGIRL locker – und findet zwischen Reggae, Rausch und Rückbesinnung eine neue Stimme für UK R&B.

Nach Jahren der Selbstprüfung, der Labeldiskussionen und emotionaler Aufarbeitung hat Mahalia Burkmar nun ihre Antwort gefunden – nicht in Rückzug oder Reife, sondern in purer, selbstgewählter Ausgelassenheit. „Luvergirl“, ihre neue EP, ist ein vibrierendes, sieben Songs starkes Manifest weiblicher Freiheit, das sich von jeder Erwartung emanzipiert. Statt sich wieder an sonntäglich-zarten Soulballaden wie auf „IRL“ abzuarbeiten, macht Mahalia hier: Spaß. Und zwar ohne sich selbst zu verlieren. Ganz im Gegenteil.

Schon der Entstehungsort sagt alles. Jamaika – nicht als Urlaubsort, sondern als spiritueller Grounding-Point. Als Ort der Herkunft und kreativen Auflösung, der ihr Sound, Körpergefühl und Selbstbild neu zusammenmontiert. „Luvergirl“ ist ein Projekt, das Mahalia zurück zu sich selbst führte – zu der jungen Frau aus Leicester, die einst zwischen Pop, Soul und Selbstzweifeln ihre Identität suchte und nun mit Songs wie „Pick Up The Pace“ (feat. Bayka) genau das ausdrückt, was sie wirklich fühlt: Lust, Tempo, Kontrolle. „Gimme touch and affection, don’t make me wait“ – die Zeile ist nicht nur musikalisch ein Flirt, sondern ein Statement.

Ein weiteres Highlight: „Pressure Points“ mit Lila Iké. Ein Slow Jam, der sanft brodelt, flirtet und fordert. Mahalia liebt noch immer die Liebe – aber jetzt zu ihren Bedingungen. Auch in „Instructions“ wird das deutlich, wenn sie fordert: „Let’s give ‘em a show, baby“. Hier inszeniert sich eine Frau, die weiß, was sie will und wer sie ist. Die Samples aus Tanya Stephens’ „It’s A Pity“ in „Pity“ belegen dabei nicht nur ihre musikalische Versiertheit, sondern auch ihre Lust an Referenz, an Geschichte, an Klanglinien, die sie mit neuer Energie füllt.

Und während die Songs vorn raus das Begehren, das Chaos und die Reibung feiern, legt Mahalia am Ende der EP eine zärtliche Schleife um das Projekt: „Farewell (Pretty Jamaica)“ ist ein Abschiedslied an ihre Großmutter, ihre Wurzeln, ihr inneres Kind. „Green, black and yellow / These colours that you left in my heart“ – das ist kein Hallmark-Moment, sondern ein schmerzlich schöner Epilog eines Albums, das mit jedem Track seine eigene Bedeutung neu verhandelt.

Was „Luvergirl“ auszeichnet, ist diese Balance: zwischen Flirt und Tiefe, zwischen Spaß und Selbstverständnis. Es ist keine Flucht in die Oberflächlichkeit, sondern ein kontrolliertes Loslassen, ein lustvoller Kontrollverlust mit Rückfahrkarte. 

Mahalia muss nichts mehr beweisen, sie will sich nur noch ausdrücken. Ob mit dem growlenden Bayka oder über twangy Riddims mit Masicka – sie öffnet Räume, in denen Bewegung und Gefühl dasselbe sind. Das Cover bringt all das visuell auf den Punkt: Vor rotem Hintergrund, Sonnenbrille auf der Nase, Zöpfe eng geflochten, blickt Mahalia nach innen – kühl, konzentriert, komplett bei sich. Das ist kein neues Image, sondern eine Rückkehr zur Essenz. „Luvergirl“ ist nicht bloß eine EP. Es ist eine Stimme, die gelernt hat, sich selbst zu vertrauen.

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Anspieltipps: Pick Up The Pace, Pressure Points, Farewell (Pretty Jamaica)

Passende Konzepte

Basierend auf Stimmung, emotionalem Profil und Klangcharakter von „Luvergirl“.

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