Kindness – Otherness

Eine gerne genommene und oft gestellte Frage: Wer ist eigentlich Adam Bainbridge? Für einen Kerl der in der Mitte auf dem Cover seiner beiden Alben zu sehen ist, bleibt Brainbridge unter seinem Pseudonym Kindness auch weiterhin eine schwer fassbare Figur. „It would be boring as hell, lazy, and cowardly to just do what you’ve already done. I did my first record. I don’t need to do it again”. Manchmal ließt man Aussagen wie diese mit gemischten Gefühlen. Denn wenn wir einmal kurz ehrlich sind, dann war ‚ World,You Need a Change of Mind ‚ schlicht ein phantastisches Album. Es war erfrischend kühl. Manchmal subtil, mal frech. Und auch wenn er es bei ‚ Otherness ‚ nicht ganz geschafft hat, die Hürde seines eigenen Anspruches zu überwinden, so tun die Veränderungen seiner Klangreise auch weiterhin äußerst gut. Gesellschaft für das neue Werk leisteten Ihm unter anderem Robyn in ‚ Who Do You Love? ‚, Kelela in ‚ World Restart ‚, der ghanaische Rapper M.anifest bei ‚ 8th Wonder ‚ und Devonté Hynes (Blood Orange). An Vitalität kann Kindness sein Debüt nicht übertreffen, aber mit seiner Handvoll Mitarbeiter ist es ein gereiftes Album zwischen weicher Fragilität und tiefgreifenden Gesangsdarbietungen. Es ist Schade, dass viel auf ‚ Otherness ‚ davon nicht genügend profitieren kann, denn die Themen und Ideen sind vom Feinsten. Beispielsweise das schwankende ‚ I’ll Be Back ‚, ‚ This Is Not About Us ‚ mit den Soul-Beats und der schwimmenden Mandoline, oder ‚ World Restart ‚ mit seinen wunderschönen Gesängen. Kindness bleibt auch im Jahr 2014 ein der faszinierendsten Produzenten auf Erden der sich zudem nicht scheute, mit dem zweiten Album einfach mal etwas neues auf den Tisch zu stellen.

8.2