Magnetic Morning – A.M.

Für viele mag Magnetic Morning auf den ersten Blick wie eine Newcomer Band erscheinen, selbst nach der EP im Jahr 2007 blieben die beiden New Yorker in der Dunkelheit verborgen. Aber man sollte nun nicht glauben es würde daran liegen, dass Magnetic Morning schlechte Musik machen würde. Nein, vielmehr verzichteten die Beiden kurzerhand auf den Rummel und den Medienhype um Ihre Personen und dem Nebenprojekt Magnetic Morning. Nun ist das Geheimnis also fast gelüftet: Es handelt sich bei den Beiden um niemand geringe als Sänger und Gitarrist Adam Franklin von Swervedrive und um Interpol´s Schlagzeuger Sam Fogarino, die nun also Ihre Debüt ‚ A.M ‚ veröffentlichen. Nach der eher durchwachsenen EP hatte man zumindest die leise Hoffnung, dass Magnetic Morning zumindest das Zeug für ein angemessenes Album irgendwo in der Hinterhand versteckt hielten. Doch leider muss der Hörer bereits an dieser Stelle seiner Hoffnungen beraubt werden. Fogarino bleibt seiner Linie treu und verpackt die Songs auch hier in einem langweiligem Mid-Tempo Sumpf und kombiniert das Ganze mit Britrock aus den 90er Jahren. Dementsprechend lassen sich erfrischende Rocksongs mit innovativen Melodien nur sehr selten finden. Einer ist definitiv ‚ Motorway ‚ und trägt ganz die Stimmung des „Roadrunner“ Phänomens in sich. Alles andere verläuft sich in langgezogenen Shoegazer Melodien und teils uninspirierten Textpassagen mit fehlenden Tiefgang. Auch fehlt leider die wilde Seite von Fogarino, die bei Interpol besonders bei früheren Werken stehts für eine unglaublich Intensität sorgte und die Musik zum Strahlen brachte. Die Platte ist nicht vollkommen mürrisch und lustlos ausgefallen, denn mit Ihrem Schlagzeuger hat die Band zumindest eine Person, die sich durchzusetzen versteht und zugleich das Antriebssystem für die zehn Songs darstellt. Auch war es klug die Gruppe mit noch zwei Musikern zu füllen und den Sound somit dichter gestalten zu können. Die Melodien haben genug Schikanen um sich vom Interpol Sound abzusetzen und erreichen zumindest, das Ihr Nebenprojekt unverwechselbar bleibt.