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Schwarz-weißes Albumcover von Madonna mit kurzem, lockigem Haar und auffälligem Schmuck.
ALBUM

Madonna MADONNA

1983

Dies ist Musik, bei der alle Elemente für sich genommen vielleicht nicht besonders beeindruckend sind – das Arrangement, die Synthesizer- und Drum-Programmierung sind ziemlich rudimentär; der Gesang von MADONNA ist nicht besonders stark; die Songs, obwohl eingängig und einprägsam, könnten sich ohne die Produktion nicht unbedingt behaupten – aber zusammengenommen ist es absolut unwiderstehlich.

Madonna hat eine gewöhnungsbedürftige Stimme. Das hört sich zunächst nach gar nicht so an. Dann bemerken wir das einzigartige Unterscheidungsmerkmal, einen mädchenhaften Schluckauf, den die Sängerin immer wieder benutzt, bis es höllisch irritiert. Schließlich wird man süchtig und man beginnst, sich auf diesen dummen kleinen Haken in ihrer Stimme zu freuen. Es hilft, dass sie gute Melodien schreibt – eingängig bis auf die Knochen. Es hilft noch mehr, dass ihr Album makellos von Reggie Lucas produziert wird. Elektrische Keyboards haben die Klarheit eines makellosen Lebens. Der Bass klatscht auf den Backbeat wie Schuhe auf Pflaster. Wohlgemerkt, es sind einfache Sachen: „I’m burnin’ up/Burnin’ up for your love“ oder „Holiday/Celebrate“, aber viel beeindruckender ist die musikalische Ausrichtung: Denn irgendwo zwischen Disco, Punk und New Wave entsteht hier ein neues Genre: „Dance Music“. 

Ein ebenso gewagter Schritt für ein Debüt ist, eine Pop-Platte mit zwei Songs zu öffnen, die jeweils über fünf Minuten lang sind. Tracks wie das ausgefallene „Burning Up“ enthalten E-Gitarren zusammen mit den modernsten Synthesizern der heutigen Zeit. Es ist die Art von Gitarrensound, die Produzenten und Studiomusiker mittleren Alters vor ein paar Jahren noch als „Rock“ oder sogar „Metal“ bezeichnet hätten. Verlangsamen wir diese Gitarrenspuren nur um ein paar BPMs, und wir haben den perfekten Soundtrack für eine Sexszene in Lethal Weapon. Und das ist das Markenzeichen von Dance-Pop: Jedes Element verschmilzt zu einem mitreißenden Sound, bei dem die Hooks und Rhythmen so eingängig sind, dass die Oberflächlichkeit etwas zu feiern hat. 

Und es gibt hier einige großartige Songs, sei es das überschäumende „Lucky Star“, „Borderline“, „Holiday“ oder die dunklere, fleischliche Dringlichkeit von „Physical Attraction“. Was wirklich notwendig ist, ist Persönlichkeit, denn das verkauft einen Song, in dem es keine echt klingenden Instrumente gibt. Hier brennt Madonna und kreiert feinsten Dance Pop für ein großartiges, fast zeitloses Hörerlebnis.

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Passende Konzepte

Basierend auf Stimmung, emotionalem Profil und Klangcharakter von „Madonna“.

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