Lifehouse – Smoke & Mirrors

Wenn etwas in den eigenen Erinnerungen nicht abhanden kommen wird, dann ist es die damalige Hitsingle ‚ Hanging By A Moment ‚ von Ihrem Debütalbum ‚ No Name Face ‚. Sie konnten damit den Billboard Music Award gewinnen und veröffentlichten bis heute drei weitere Alben. Allesamt entsprechen einer überdurchschnittlichen Qualitätsdichte und auch mit der neuen Platte ‚ Smoke & Mirrors ‚, die bereits Anfang März in den Vereinigten Staaten auf den Markt kam, werden sich die vier jungen Herrschaften um Sänger Jason Wade nicht unglücklich machen. Natürlich nimmt es die Spannung, doch läuft nebenbei der Opener ‚ All In ‚ in langsamer Geschwindigkeit, mit der markanten rauchigen Stimme von Wade und einem bedächtigen Aufbau in den Versen, dass schlussendlich mit einem glanzvollen Höhepunkt im Chor den Kreislauf beendet und wieder starten lässt. Bereits hier ist das Wissen allgegenwärtig: Auch ‚ Smoke & Mirrors ‚ wird einen über lange Strecken nicht enttäuschen. Wenngleich es auf der anderen Seite natürlich wieder nur die gewohnte Kost auf die Ohren gibt. Lifehouse wissen was die langjährigen Fans hören wollen, wie man Menschen für die Musik begeistern kann und was glatte, oberflächliche Rocker zu tun haben. Deshalb bleibt ‚ Smoke & Mirrors ‚ zwar ein durchweg gutes Album, allerdings nur im direkten Vergleich zu anderen Bands dieser Art wie Three Doors Down, Daughtry oder Nickelback. Denn das angesprochene Wissen, das Gefühl der Sicherheit wird deshalb nicht verschwinden, da Fans von Lifehouse auch in den nächsten Songs wie ‚ Halfway Gone ‚ und ‚ Wrecking Ball ‚ keine geistigen Umstellungen vornehmen müssen. Sehr überzeugend ist dagegen der zweite Track ‚ Nerve Damage ‚ mit polarisierenden Tempowechsel. ‚ It Is What It Is ‚ bleibt dagegen eine klassische Ballade in leicht depressiver Stimmung. „Somewhere in this city is a road I know/ Where we could make it/ Or maybe we can’t make it all“. Insgesamt handeln die Texte unverändert von Liebe, Verlust, Beziehungen in all Ihren Variationen und dennoch differenzieren Lifehouse, lassen Texte interessanter erscheinen und blicken nicht in gewöhnlicher Sicht auf die Dinge mit denen sich Wade beschäftigt. Trotzdem bleiben Lifehouse sicherlich bei Ihren handwerklich kommerziellen Radio-Balladen und mit ‚ Smoke & Mirrors ‚ ist das wieder hervorragend gelungen. Das fünfte Studioalbum ist feiner Pop-Rock, dessen Singles man im Radio nicht unbedingt leiser drehen würde.