Laura Gibson – If You Come To Greet Me

Laura Gibson wohnt in Portland und verbrachte Ihre Jugendzeit in Coquille, Oregon. Es ist ein kleines verschlafenes Nest im Westen des Bundesstaates mit gerade einmal viertausend Einwohnern. Doch inmitten dieser heimischen Idylle wuchs die Singer- und Songwriterin Laura Gibson heran, entdeckte Ihre Vorliebe zu Folk und veröffentlichte die erste Platte ‚ Amends ‚ im Jahr 2004 in Eigenregie. Erst zwei Jahre später entdeckte das Label Hush die Sängerin und brachten auf dem Label drei weitere Studioalben heraus. Das letzte hörte auf den Namen ‚ Beasts Of Seasons ‚ und umschloss damit wiederholende Verweise auf Körper und Knochen, Bäume und Blätter, Gedichten und Geschichten. Das alles verleihte der Platte eine ungeheuere Reflexivität, die schlussendlich Vorgabe für das nun erscheinende Werk ‚ If You Come To Greet Me ‚ sein sollte. Wir beginnen mit ‚ This Is Not The End ‚ und einer davor unergründeten Seite an Laura Gibson: Denn hier spielt Sie das erste Mal eine Nylon-saitige Gitarre. Manchmal klingen die Anfangsminuten unheimlich, doch stets mit einem nachdenklichen Ton versehen erinnert Sie an Julie Doiron, oder an die Folksängerin mit leichtem Jazz-Anleihen Norah Jones. Vielleicht dürfen sogar Vergleiche mit Feist herangezogen werden, wenngleich die Melodien von Laura Gibson um ein vielfaches zeitloser durch die Geschichte wehen, Blätter und hohe Gräser in leichte Schwingungen versetzen und der blaue Himmel fröhlich auf uns herabblickt. Ein Bild das sich im zweiten Stück ‚ Hand In The Pocket ‚ herauskristallisiert und ab Mitte mit Gory Gray an der Trompete schwungvoll einen Satz nach Vorne wagt. Doch ist die Trompete nicht das einzigste Instrument, auch Cellos, Schlagzeug, Vibraphone, E-Gitarren, Elektronik, Piano und stimmliche Untermalungen von Adam Selzer, Al James und Rachel Blumberg finden sich auf ‚ If You Come To Greet Me ‚. Alle Songs wurden in den Type Foundry Studios in Portland, Oregon aufgenommen mit Hilfe des oben erwähnten Adam Selzer. Herausgekommen sind federleichte Melodien und die perfekte Platte für einen anstehenden und sonnigen Sommernachmittag irgendwo in Oklahoma. Sollte man für ‚ If You Come To Greet Me ‚ nicht so weite Wege gehen wollen, genügt natürlich auch ein ruhiges Plätzchen auf der Dachterrasse, oder ein idyllischen Plätzchen in der nahegelegenen Waldlichtung.

7.5