Lacrosse – This New Year Will Be For You And Me

Kennt man bereits Love Is All, werden die Gedanken auch in aller Wahrscheinlichkeit bei dieser Band hängen und man stellt sich sogleich die Frage: Sind das Love Is All, oder hören wir gerade eine gänzlich neue Band, die zumindest in den selben Regionen angesiedelt ist wie Love Is All? Wer auf die letzte Frage seine Hand gelegt hat, dem sei nun gratuliert. Die Gruppe um Sängerin Nina Wähä hört auf den schönen Bandnamen Lacrosse, stammt aus Stockholm, Schweden, und wurde im Jahr 2005 gegründet. Nun zwei Jahre später spaziert also auf Tapete Records Ihre Debütplatte ‚ This New Year Will Be for You and Me ‚ durch zwölf süße Pop-Songs, die man wohl am Einfachsten als unwiderstehlich niedlich bezeichnen könnte. Lacrosse spielen direkte und fantastische Lieder und definieren wohl auch mit Ihrem Bandnamen mal eben eine neue Definition: Denn die Stücke sind von ergreifender wie natürlicher Schönheit, ohne Make Up oder anderen künstlichen Zusatzstoffen. Hier dominieren die lieblichen Melodien und endlich hält auch die Verpackung einmal das, was insbesondere die Cover-Aufmachung verspricht: Vertraute Zweisamkeit in wärmenden Farben, eine Fabelwelt ohne jemals das Gefühl von Sorge, Wut, Angst oder ähnlichen Eigenschaften gespürt zu haben. Und so spielen sich Lacrosse durch einen belebenden musikalischen Sonnenschein an einem kalten Wintertag. Sie sind wie der wärmende Föhn nach einer erfrischenden Dusche und machen auch keinerlei Anstalten, dieses herrliche Gefühl irgendwann auf der Platte unterbrechen zu wollen. Doch den Vergleich mit Love Is All müssen sich Lacrosse bei allem Respekt stellen. Immerhin findet sich der deutlichste Unterschied in der Harmonie. Love Is All legten Ihre Kraft mehr in ein rebellischen Verhalten und reduzierten in harmonischen Momenten Ihre Songs meist direkt auf den Gesang von Josephine Olausson und Nicholaus Sparding herunter. Ausergewöhnlich bleiben schlussendlich beide Gruppen, Schweden darf sich glücklich schätzen, Bands wie Lacrosse und Love Is All in seinen Reihen zu haben, während wir aus Deutschland nur mit neidischen Blick diese Umstände respektvoll anerkennen müssen.