Kylie Minogue – Body Language

Hier ist das neueste Album unserer allseits beliebten Pop Prinzessin KYLIE MINOGUE.

Es muss ein kluger Schachzug für Kylie gewesen sein, in einen großen Pool von Electro-Beats und Tanzklängen in den Pop der Achtziger zu tauchen. Diese Stile haben sich bei den Sugababes und Liberty X bewährt. „Body Language“ ist voll von Roboter-Techno-Sounds, harten Syndrums und matschigen Synthesizern. Die Single „Slow“ ist typisch: zu blinkenden Keyboards gurrt uns Kylie ihren besten amerikanischen R&B-Gesangsstil direkt ins Ohr. Diese Wiederbelebung der kitschigen Pop- und Tanzstile der achtziger Jahre hat funktioniert, weil sie mit einem Level an rohem Sex wieder aufgegriffen wurde, der vor zwanzig Jahren noch nicht möglich schien.

„Still Standing“ ist eine großartige Mischung aus Prince’s „Kiss“ und Peter Gabriel’s „Sledgehammer“, übersät mit kleinen „Oohs“ von Kylie, als würde sie sich ein besonders schickes Feuerwerk ansehen. „Secret (Take You Home)“ bietet mehr als genug Credits, um eine ganze Mannschaft auf den Platz zu stellen, vermeidet jedoch mit seinen Vision-of-the-Future-Soundeffekten der 1980er-Jahre irgendwie die Gefahr, dass diese vielen Köche alle gleichzeitig zu hören sind. Es enthält aber auch Kylie’s Rap-Debüt: Es ist vielleicht nicht lähmend peinlich, aber hoffen wir, dass es auf der Bühne niemals wiederholt wird.

„Chocolate“ ist dagegen mit zuckersüßen Anspielungen und atemlosen Gesängen vollgepackt, aber irgendwie klingt es zu veraltet, um im Zeitalter von Beyoncé und Missy Elliott einen Schlag zu landen. Was „Body Language“ letztlich wirklich fehlt, ist eine Killer-Hit-Single, ein „Spinning Around“ oder „Can’t Get You Out Of My Head“. Es ist angenehm, aber zu viel Material scheint Routine zu sein: Wir bekommen Zuckerwatte statt dunkler, würziger Schokolade.