Jordan Rakei – Origin

Das eröffnende „Mad World“ ist ein stimmlich dynamisches Stück, dass den Weg für die neue musikalische Breite von Jordan Rakei eröffnet. Er ist ein Multi-Instrumental-Talent, das seinen Sound immer mit der neuesten und aufregendsten Produktionen ausstattet. Rakei hat dies in seinen ersten beiden Platten teilweise deutlich gemacht, doch erst mit „Origin“ gelingt ihm das auf gesamter Länge. Er stellt sich hier selbst in den Mittelpunkt, findet einen sicheren Stand in einer Kluft zwischen souligem Trip-Hop und poliertem konventionellem Pop. Die dritte Platte ist ein Dreh- und Angelpunkt introspektiver Erforschung der Angst, die seine zweite Platte bereits skizzierte. Hinzu wird eine dystopische Zukunft konstruiert, die nicht weit von unserer Gegenwart entfernt liegt.

 

„Origin“ wird von einer üppigen Produktion angetrieben, deren hakenreiche Melodien und Jazzbeugungen dem Hörer einen Vorgeschmack auf seine vielfältigen Einflüsse geben. Dieses Album ist wirklich abwechslungsreich. Sei das bereits angesprochene „Mad World“ mit seinen üppigen und vollen Harmonien, der flippige Bass in „Say Something“, das flatternde und glitzernde „You & Me“, oder die ebenfalls unwiderstehliche Basslinie in „Rolling Into One“, dass sich wie eine Party anfühlt, während Rakei dunklere Texte einfließen lässt: „I’m looking on the bright side / While they wreaking the havoc.“ 

Für die helle musikalische Atmosphäre der Platte lässt Rakei immer wieder düstere Reflexionen aufblitzen und liefert damit ein wirklich interessante Kombination ab, dass die Bekanntheit von Rakei mit diesem neuen Album deutlich steigern wird.