GREENTEA PENG GREENZONE 108
Nach dem Höhepunkt ihres Debütalbums aus dem Jahr 2021 beehrt GREENTEA PENG die Musikszene erneut mit ihrem reifen, zehn Tracks umfassenden Mixtape GREENZONE 108.
Der in Südlondon aufgewachsene Freigeist Greentea Peng hat einen natürlichen Sinn für Verspieltheit. Von Anfang an hat sie ihre musikalischen Einflüsse aus R&B, Reggae und anderen Genres mit psychedelischen Effekten verschmolzen. Auch seit ihrer Debüt-EP „Sensi“ aus dem Jahr 2018 hat sie immer wieder bewiesen, dass ihre frische Interpretation von Neo-Soul absolut unvergleichlich ist. Auf ihrem neuesten Album, dem Mixtape „GREENZONE 108“, kreiert sie mit ihrem natürlichen Gesang zehn Wohlfühlsongs. Der Anfang ist allerdings etwas holprig.
Der erste Vers der Platte, „I can relate / Lucky I ain’t full of hate“, ist eine einfache und offene Zeile, die – nun ja – nachvollziehbar ist. Die wirbelnden E-Gitarren-Riffs sind spektakulär, doch gegen Ende wirkt der Song etwas langatmig, da uns wackelige Harmonien und gedämpfte Instrumente im Widerspruch zu den lebendigen Tönen des Vortages zurücklassen. Auch ihre neueste Single „Look To Him“ baut sich langsam auf; vielleicht etwas zu langsam. Aber mit „Stuck In The Middle“ kommt Greentea Peng richtig in Fahrt. Sie klingt spritziger und verliert sich nicht in ihren ätherischen Klängen und bildhaften Texten.
„Look to Him“ beschreitet ähnliche Wege – „Don’t speak, if it’s gonna be lies“ – lässt sie aber auch über ihre Musik nachdenken, sowohl über die unzähligen Künstler, von denen sie beeinflusst wurde, als auch über die jüngeren Künstler, die sie sicherlich beeinflusst. „Nachahmung ist keine Schmeichelei – aber Inspiration ist etwas anderes“, intoniert sie. „Lose My Mind“ besticht durch eine mysteriösere Klanglandschaft mit Gitarrenführung, die gelegentlich Hintergrundgeräusche überlagert. Manchmal klingt es, als hätte sich The Alchemist etwas für Prodigy ausgedacht.
Das Mixtape weist auch andere Hip-Hop-lastige Momente auf: „Our Father“ gleitet mit dem Feeling eines klassischen Dungeon-Family-Songs dahin, irgendwo zwischen Organized Noize und Frank Ocean in seiner ungestümsten Form. „GREENZONE 108“ ist für Greentea Peng ein vertrautes und zugleich neues Projekt, da sie sich in eine versierte und begehrenswerte Kulisse aus Einflüssen und Instrumentierung begibt. Das Mixtape wechselt zwischen konfrontativen und knallharten und reduzierten und warmen Tönen und fängt Aria Wells an einem Wendepunkt ihrer Karriere ein.
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