Georgia – Georgia

Auf ihrem Debütalbum, zum Teil von der Scheidung ihrer Eltern inspiriert, hat die 21-jährige Britin Georgia Barnes einen ständig wechselnden Soundtrack zum modernen London erstellt. In diesem Debüt tauchen wird ein in seidig freche Melodien, zwischen klappernden Beats und malerischen Electro-Elementen erfreuen wir uns an feierlichen Ritualen vor einer vergoldeten Bühne. Man muss dem Debüt eine Minute geben (Intro), es erklingen freudvolle „Georgia!“- Rufe von Kindern, während wir plötzlich in »Kombine« von allen Seiten angegriffen werden. ”I’m gonna get the wrong boy, but I’m a get you back,” singt Georgia mit schelmischer Freude. Das schallende Chaos kann sich im weiteren Verlauf gelegentlich überwältigend anfühlen. Trotzdem zeigt Ihr selbst betiteltes Debüt ungemeine Vielseitigkeit. Bestes Beispiel ist »Heart Wrecking Animals«, das subtile, weitläufige Liebeslied mit eintauchenden Melodien und emotionalen Schlägen. Die Multi-Instrumentalistin und Produzentin hat zu jederzeit vollste Kontrolle über Ihr Handeln, zähmt in »Be Ache« anschnauzende Sci-Fi-Sounds und rauchige Hörner. Man denkt beständig in Sorge an die Überlastung der Ereignisse. Doch Georgia kennt den Wert Ihrer Dynamik und platziert unter den unzähligen Abschweifungen eine glitzernde emtionale Einfachheit: es ist das bereits angesprochene »Heart Wrecking Animals«. Ihr Debüt ist eine aufregende und nervöse Welt, in der Georgia alltägliche Begebenheiten besingt und diesen herrlich exotische und verführerische Vignetten vorhält.

7.0