French Cassettes – Rolodex

In den sieben Jahren, die seit ihrem Debüt Gold Youth vergangen sind, haben die FRENCH CASSETTES trotz der kontinuierlichen Veränderungen in der großen weiten Musiklandschaft nichts von ihrem unschuldigen Charme verloren.

Mit „Rolodex“ ist endlich das zweite Album der French Cassettes fertiggestellt worden, das aus acht Tracks besteht, die über fünf Jahre aufgenommen wurden. Die French Cassettes wurden bei Tender Loving Empire unter Vertrag genommen und haben bisher ein Album, eine EP und eine Reihe von Singles veröffentlicht. Zu den Mitgliedern zählen der Bassist Thomas Huerta, der Schlagzeuger Rob Mills, der Gitarrist und Produzent Mackenzie Bunch sowie der Gitarrist Scott Huerta. Die Musik der French Cassettes fällt unter das Dach der Indie Musik, insbesondere des Indie-Rock, und lädt uns von Anfang an zu einer unwiderstehlichen und von Fernweh angetriebener Reise ein.

Jeder Track scheint fast in einer Zeit geboren zu sein, in der Bands wie The Shins am aktivsten waren, ein Abdruck, der sich auf dem herausragenden „Utah“ in seinem uneingeschränkten, strahlend raffinierten Glanz bemerkbar macht. Das Album steht in dieser Hinsicht als eine Sammlung von Songs, die auf eine jugendliche Hoffnung zurückgehen; die relative Einfachheit zu destillieren, während sie sich lyrisch mit den ewigen, von Hindernissen übersäten Kleinigkeiten des täglichen Lebens auseinandersetzen. Zum Thema macht es die Band aus San Francisco insbesondere in „Sunday Soda“: “Well maybe I should be better at being somebody’s someone / Or I could make it easier coming home to no one / I’m not opposed to sleeping foetal.”

Dies ist eine Band, die den Rhythmus versteht und Songs schreibt, die so süchtig machen und voller Melodien sind, in denen jeder aus der Gruppe glänzen kann. Die Harmonien sind perfekt platziert. Die Instrumente bewegen sich im gesamten Song und nutzen wechselnde Effekte und Platzierungen. Sie sehen sich jedes Segment ihrer Songs an und wollen diese zu jederzeit noch besser und interessanter machen. Es gab einen trifftigen Grund, warum die Fertigstellung dieses Albums einige Zeit in Anspruch genommen hat.

9/10