Fight Like Apes – Fight Like Apes And The Mystery Of The Golden Medallion

‚ Fight Like Apes and the Mystery of the Golden Medallion ‚ ist ein Name, der in erster Linie durch seine vielen Buchstaben auffällt. Aber nicht nur an der Oberfläche lassen sich interessante Details darüber finden, auch darunter beweisen die Flight Like Apes Geschmack, Geschicklichkeit und Standvermögen. Sowie eine eher ungewöhnliche Reihenfolge der Veröffentlichung. Die Platte erschien Ende September in Irland, dem Heimatland dieser vierköpfigen Band aus Dublin, danach ging es im Januar 2009 mit England und im April mit Japan weiter und endet nun schließlich bei uns in Deutschland. Trauen uns die Fight Like Apes etwa kein musikalisches Feingefühl in Sachen Shoegaze, New Wave und Punk zu? Nein so weit sollte man nicht gehen. Die sympathischen Menschen von Irland wollten eben einfach sicher sein das Ihre Musik in der Welt ankommt, bevor damit in Deutschland Werbung gemacht wird. Nun gut, das mag jetzt wieder ein bisschen arrogant klingen, doch egal. Vernachlässigen wir diesen Aspekt der verschleierten Unwahrheiten und springen zum Debüt ‚ Fight Like Apes and the Mystery of the Golden Medallion ‚. Blickt man auf die EP´s im Vorfeld wird schnell klar, die Fight Like Apes haben es mit den langen Namen im Titel. Aber davon abgesehen gibt es einen Unterschied: Der Produzent wurde für Ihr Debüt herangezogen. Genauer gesagt die lebende Legende John Goodsmanson. Ihn kennt man für phantastische Werke von Bikini Kill, The Blood Brothers, Los Campinos!, Nada Surf, Sleater-Kinney und Wu-Tang Clan. Doch spiegelt das nur eine sehr begrenzte Auswahl dessen wieder, was Goodsmanson tatsächlich schon produziert hat. Beste Voraussetzungen also um mit der ersten Platte groß durchzustarten. Zugleich wird der geneigte Fan feststellen, der Opener erstrahlt bereits poliert und gestylt in neuen Kleidern. Auch mit dem zweiten Stück ‚ Jack Summers ‚ bestätigt sich der erste Eindruck von klaren Melodien zu ausgeflippten Arrangements. Die Mischung überzeugt einen nach wenigen Minuten und festigt sich auch im weiteren Verlauf durch die knappen 40 Minuten. Auch mit den ruhigen Tönen verstehen sich die Fight Like Apes bestens. Langsam bewegt sich die bassbetone Balladendichtung zu einem glühenden Marsch. ‚ Digifucker ‚ wandelt sich von einem vulgären Kinderlied in ein ziemlich überzeugendes Klavier-Intermezzo. Dennoch überzeugen nicht alle Stücke der Band aus Irland. Manches wird durch ätzende Synthies durch den Schlamm gezogen und lässt Ihre strahlende Fassade zerbröckeln, wie einen ausgetrockneten Sandhaufen. Zumindest ist das Songwriting in diesen Situationen stark genug den Song wieder auf die Beine zu stellen und die Beschwerden zu überwinden. Und durch die abenteuerlichen Tracks wie ‚ Snore Bore Whore ‚ und ‚ Lumpy Dough ‚ steigen die Vermutungen auf, das hier noch lange nicht das letzte Wort gesprochen wurde. Fight Like Apes stehen für Humor, Abwechslung und Überraschungen, die explosionsartig und vollkommen sinnfrei in die Luft fliegen können wie ‚ Megameanie ‚. Je nach Bedarf und Lust. Damit sei Ihnen auch der später Release hierzulande verziehen, schließlich kann eine Band es nicht allen recht machen.

7.1