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Profilansicht von Emika vor dunkelblauem Hintergrund, Cover der Sinfonie „Melanfonie“ mit elegantem Schriftzug und ernstem Ausdruck.
ALBUM

Melanfonie EMIKA

2017
MSTAX ALBUMPROFIL

EMIKA vereint romantische Sehnsucht, orchestrale Tiefe und elektronische Freiheit in ihrer ersten Sinfonie MELAFONIE – ein Werk zwischen Verlust, Liebe und Aufbruch.

Mit „Melanfonie“ bringt die britische Musikerin EMIKA etwas auf die Bühne (und auf Platte), das sich nur schwer in Schubladen legen lässt – und gerade deshalb so berührt. Entstanden aus einer Crowdfunding-Kampagne, eingespielt mit dem Prague Metropolitan Orchestra, geleitet von Paul Batson und getragen von der Stimme Michaela Šrůmovás, ist dieses Album kein klassisches Debüt, sondern ein Statement: über Trauer, Liebe, Entgrenzung und künstlerische Selbstermächtigung. 

Vier Jahre lang arbeitete EMIKA an dieser orchestralen Reise, die sich mutig zwischen romantischer Klangfülle und elektronischer Experimentierlust bewegt. Bereits auf ihrem zweiten Album „DVA“ deutete sich dieser Weg an – dort traf sie auf Šrůmová, ihre „erste Muse“, wie sie sagt. Was folgte, war eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln, zu ihrer klassischen Ausbildung – jedoch ohne die starren Konventionen des Genres. Sie veränderte die Sitzordnung des Orchesters, verdoppelte die Bassisten, verschob Klangzentren. Die Sinfonie klingt dadurch greifbarer, näher – fast wie ein Pop-Album in symphonischer Breite.

Das Cover zeigt EMIKA im Profil, mit gesenktem Blick, umrahmt von samtigem Dunkelblau. Ihre Haltung spricht Bände – als würde sie der Musik selbst lauschen, die gleich hinter ihr beginnt. In Kombination mit Titeln wie „Grief (Prelude)“, „Letting Go“ oder „Finally Free“ entsteht ein visuelles und klangliches Tableau über Loslassen und inneres Ringen. Die Zeile „the voice of an angel“, gesungen von Šrůmová, mag kitschig klingen – doch in diesem Kontext trifft sie mitten ins Herz.

„Melanfonie“ ist keine verstaubte Klassik, sondern emotionale Gegenwart mit Tiefgang. EMIKA hat es geschafft, nicht nur ihre eigene Vision umzusetzen, sondern auch klassische Musik aus ihrer elitären Blase zu befreien – ohne sie zu verraten. Wer sich auf diese Sinfonie einlässt, durchschreitet eine Seelenlandschaft voller Erschütterung, Schönheit und Befreiung.

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Das Album anhören

Anspieltipps: Grief (Prelude), Letting Go, Finally Free

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