Mit I’M A RAINBOW zeigt DONNA SUMMER, dass sie weit mehr als eine Disco-Queen ist. Das Album bietet ein Spektrum an Klängen und Emotionen, das sowohl ihre musikalische Vielseitigkeit als auch ihre tiefe Verbundenheit mit ihrer Kunst offenbart.
Mit „I’m a Rainbow“ erscheint nun ein Album, das wie ein verlorener Schatz wirkt und Donna Summer’s Facettenreichtum in vollem Glanz zeigt. Ursprünglich im Jahr 1981 aufgenommen, jedoch erst jetzt, 1996, veröffentlicht, erlaubt dieses Werk einen einzigartigen Blick in eine Phase der künstlerischen Neuausrichtung. Die Songs, die während einer Zeit intensiver Kreativität entstanden, lassen eine Donna Summer erkennen, die sich nicht mit etablierten Klischees zufriedengibt, sondern ihre Vielseitigkeit und Experimentierfreude in den Vordergrund stellt.
Das Album eröffnet mit “I’m a Rainbow”, einem Titeltrack, der Summer’s Gespür für melodische Tiefe und emotionale Intensität demonstriert. Der Song verbindet einen introspektiven Text mit einer zugleich hoffnungsvollen und melancholischen Melodie. Es ist ein eindrucksvoller Auftakt, der den thematischen Kern des Albums – Veränderung und Wiedergeburt – einleitet. Mit “Highway Runner” schlägt Summer rockigere Töne an. Die treibenden Gitarrenriffs und der kraftvolle Rhythmus lassen den Song wie eine Hymne für Freiheit und Aufbruch wirken. Summer’s Stimme glänzt hier durch eine rohe, ungefilterte Energie.
“Romeo” ist ein Paradebeispiel für Summer’s Fähigkeit, Genres miteinander zu verweben. Der Song, der für seine funkigen Rhythmen und verspielten Synthesizer besticht, zeigt, dass die Disco-Ikone ihre Tanzflächendominanz auch in unkonventionelleren Arrangements unter Beweis stellen kann. Ein weiterer Höhepunkt ist “I Believe (In You)”, ein Duett mit Joe Esposito. Die Harmonie zwischen den beiden Stimmen und die gefühlvolle Melodie machen den Track zu einem emotionalen Höhepunkt des Albums. Die Entstehung von „I’m a Rainbow“ fällt dabei in eine turbulente Zeit, sowohl persönlich als auch beruflich.
Nach ihrem Wechsel von Casablanca zu Geffen Records arbeitete Summer intensiv mit Giorgio Moroder und Pete Bellotte zusammen, die auch hier als Produzenten beteiligt sind. Das Album spiegelt Summer’s Wunsch wider, sich von der Disco-Kategorisierung zu lösen und ihre Vielseitigkeit als Künstlerin zu demonstrieren. Geffen Records entschied sich 1981, das Album nicht zu veröffentlichen, da es als zu experimentell galt. Diese Entscheidung zeigt rückblickend, wie sehr „I’m a Rainbow“ seiner Zeit voraus war. Die nun erfolgte Veröffentlichung gibt endlich den Songs die Bühne, die sie verdienen, und enthüllt eine Künstlerin, die bereit ist, ihre Komfortzone zu verlassen.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Bei einem Kauf erhält MariaStacks eine kleine Provision.
