Circa Waves – Young Chasers

Die Circa Waves waren über die letzten Monate immer wieder für eine große Explosion gut. Die erste Single ‚ Get Away ‚, ‚ My Love ‚ und letztlich ‚ T-Shirt Weather ‚ sind ein Sprung in die Lebendigkeit. Wir erleben mit ‚ Young Chasers ‚ ein lebhaftes, jugendliches und poliertes Album, welches von vier Männern, zwei Gitarren und einem Bündel an mitreißenden Refrains durch die Gehörgänge stampft und dabei keinen Druck auf Grenzen ausübt, es gibt auch keine Absichtserklärungen und schon recht nicht klare Züge. Die Circa Waves waren, es wundert natürlich nicht, in der UK-Presse dem Hype ausgesetzt und weil nicht immer die tatsächliche Leistung den Vorschusslorbeeren gerecht wird, war man anfänglich noch ein bisschen skeptisch. Mit dem Debüt hat sich diese Unsicherheit gelegt und wir sonnen uns nun über viele kommende Monate in der goldenen Zeit des Brit-Pops, im Powerpop der späten 70er Jahre und genießen die grenzenlose Ausgelassenheit zwischen Two Door Cinema Club, den Shins, der Maccabees (verblüffend ähnliches Gitarren-Riff im Stück ‚ So Long ‚) und den Kooks. Die Reise bei den Circa Waves basiert derzeit auf einem starken Songwriting und dem jugendlichen Überschwang. Wohin diese in den nächsten Jahren gehen wird ist offen. Sie könnten im Wembley-Stadion spielen, oder Kuchen am Getränkestand servieren. Hört man jedoch Songs wie das herrlich griffige ‚ The Luck Has Gone ‚, dann scheint letzteres doch ziemlich abwegig. Warten wir also ab und genießen bis dahin die wundervollen Songs der jungen Herrschaften in vollen Zügen.

6.3