Summer Camp – Bad Love

Popsongs sind doch schlicht am schönsten, wenn diese auf das notwendigste reduziert werden. Hier ein paar hypnotisierende Trommelschläge, da ein bisschen Effekthascherei und zusammen mit eingängigen Melodien ist ein leistungsfähiger Track geboren. Summer Camp haben auf Ihrem neuen Album ‚ Bad Love ‚ zwei davon. Diesen heißen ‚ Sleepwalking ‚ und ‚ If You Hate Me ‚ und erfüllen eben diese genannten Ansprüche. Die herrlich warmen Melodien entschwirren einem Synthesizer und zelebrieren den leichtfüßigen musikalischen Popappeal von Summer Camp. ‚ Run Away ‚ ist ebenfalls ein besonders zarter und hübscher Moment auf dem Album. Abseits davon und unabhängig der Echo-geladenen Synths der achziger Jahre, ist auf ‚ Bad Love ‚ nicht mehr viel geboten. Das Problem ist aber keinesfalls mangelnder Einfallsreichtum, vielmehr quetschen Summer Camp viel zu viele Ideen in Ihre neuen Songs und hätten besser daran getan, einiges davon zu streichen und für später aufzuheben. Textlich ist es dagegen ein Album rund um die lieben Beziehungen mit den Mitmenschen. „This is real in the way that a dream feels” oder “I think sometimes you cradle that empty hole in your heart” könnte als Aufzählung der zitierfähigen Texte endlos so weitergehen. ‚ Bad Love ‚ ist letztlich ein Überangebot an Kreationen für zahlreiche weitere Alben und auch wenn es dieses Mal noch zu viel des Guten war – Summer Camp werden Ihren Weg finden.